Überwindung von Staatsherrschaft

23:33, 17.12.2008. Von mcp0tt

Neulich habe ich ein Video gesehen, dass ich empfehlen kann.

http://www.youtube.com/watch?v=PGIgOIFdnMQ&feature=channel

Allerdings finde ich es bedauernswert, dass hier nur gegen etwas argumentiert wird und keine neuen Ideen ausgebreitet werden.

Die wesentlichen Argumente für die Überwindung der Staatsherrschaft berufen auf Angst und Moral.

1. Ohne den Staat herrscht Chaos und es herrscht eine Jeder-gegen-Jeden-Kampf.
2. Der Staat garantiert die moralische Rechtschaffenheit, indem er über Recht und Unrecht unterscheidet.

In einem weiteren Schritt wird dann der Staat bei seinem wahren Namen genannt. Der Staat ist ein Gewaltmonopol. Es ist die einzige Organisation, die Menschen zwingen.

Staaten entwickelten sich aus Clankulturen, wobei der Überlegenere Häuptling der Gruppe war. Daraus entwickelte sich eine dynastische Einrichtung, welche sich über die Gottgegebenheit des Schicksals legitimierte. Die modernen Staaten rechtfertigen sich durch den Sozialvertrag der Verfassung, auf die sich "alle" geeinigt haben und damit eigene Macht an den Staat abgeben. Die Souveränitä liegt also bei Volk. Faktisch wurde aber nur von einer kleinen Gruppe von Politikern, dieser Vertrag ratifiziert und nicht vom Volk.  Außerdem sichert sich diese Gruppe gewisse Rechte, die anderen nicht zur Verfügung stehen, nämlich die Ausübung von Gewalt, insofern sich diese Gruppe einig ist.

Es gibt allerdings ein Problem, man ein Gewaltmonopol braucht das innenpolitische Strukturen durchsetzt um eine Gruppe von Kriminälen zu bestrafen, die alle anderen schaden würde. Es kann aber nicht garantiert werden, dass diese kleine Gruppe von Kriminälen die gleiche Gruppe ist, welche das Gewaltmonopol besitzen.

Nach außen braucht man das Gewaltmonopol um es gegen andere Gewaltmonopole zu verteidigen. Hierbei kann es hilfreich sein transnationale Gewaltmonopole einzurichten, die ihre Macht aus den nationalen Gewaltmonopolen beziehen.

Das Problem nach Innen ist durch erhöhte demokratische Elemente zu erreichen und durch eine individuelle Verpflichtung der Mensch auf die Werte der Gemeinschaft und nicht auf Parteienloyalität.

Bis bald, Phil

Der Wille zur Freiheit

14:35, 1.04.2007. Von mcp0tt

Eine freundliche Begrüßung: Hallo und schön, das du vorbeischaust :)

Ich befinde mich nun wieder in Freiburg und erstaunlicher Weise versteckt sich die Sonne hier weitaus mehr hinter den Wolken als in Kiel....

Ich wurde zu meinem letzten Beitrag gefragt, ob ich Glaube, das der freie Wille existiert oder ob alles vorher- bestimmt ist, sprich ein Vertreter des Determinsmus zu sein. Das ist natürlich eine sehr interessante Frage, vorallem für den Philosophen in mir. Auch heutzutage stellt sich die Frage wieder erneut, wenn Neurowissenschaften behaupten, der Mensch ist nicht frei in seinem Willen.

Soviel zu dem was die Wissenschaft sagt, weiss ich nicht, nur das sie sagen, die Entscheidungsfindung treffe vor dem menschlichen Bewusstsein der Entscheidung statt, dies ist durch technische Gehirnbildaufnahmen bewiesen worden. Das Argument lautet auf stofflicher Ebene sind alle Strukturen zu einer Entscheidung schon vorhanden, so sind Argumente zu einer Entscheidung schon im Gedächtnis gespeichert und Handlungsweisen schon durch unser gesellschaftliches Umfeld mitbestimmt. So schneit es wir treffen immer nur bewusst eine Entscheidung entweder "dafür" oder "dagegen, für etwas anderes".
Angenommen wir überlegen nun für eine Wirklich große Entscheidung in unserem Leben, haben die Tendenz eine Entscheidung zu fällen, es fällt nur noch der Mut zur Handlung und plötzlich zeigt uns jemand eine ganz neue Sichtweise an diese Entscheidung heranzugehen, so führt ein "zufälliges Ereignis" zu einer anderen Entscheidung oder einer Entscheidungsneufindung, die nicht vorher in unserem Kopf lokalisiert werden kann.
So stellt sich für mich eher die Frage, ob nicht das menschliche Leben im gesamten Kosmós vorbestimmt ist, dann wäre das Ereignis kein zufälliges mehr in diesem Sinne.
Stehen wir also in Abhängigkeit zur gesamten Existenz  zur Sternenkonstellation, zu unsere Kultur, zu unseren Familien und Freunden, zu unserer alltäglichen Laune und dem eigenen Charakter mit Stärken und Schwächen.
Es scheint so als gibt es kein Entkommen aus einer abhängigen Vorbestimmung, jede Entscheidung kann vorbestimmt sein, aber sie ist auch immer ein Stück Mitbestimmung, ein Stück Ausrichtung auf etwas hin. Dann ist es möglich zu allem immer Ja-zu-sagen und sich von der Bestimmung durch das Umfeld leiten zu lassen vielleicht der Weg der breiten Masse aber auch eine Art Subkultur in der man heimisch ist und an deren Maßstäbe sich angepasst wird.
Ich will nicht sagen Ja-sagen ist etwas schlechtes, denn manchmal braucht es auch Mut&Vertrauen sich in die Abhängigkeit hineinzubegeben und vielleicht neues zu entdecken. Doch für das "Nein", so ist meine Erfahrung braucht es meist mehr Kraft und Ausdauer, sich aus einer Abhängigkeit zu lösen z.B. Drogen, die einem vorübergehend das Gefühl geben keine Probleme zu haben oder falsche Freunde, den man nichts wert ist außer die eigene Belustigung und Ausnutzung.
Also, für mich stellt sich nicht die Frage nach dem freien Willen, sondern nur die Bestimmung meiner Handlung zum Guten und noch Besseren hin, diese Unterscheidung lässt sich viel klarer treffen zumeist. Die Art von Selbstbestimmung, die sich durch das Vertrauen zum Leben leiten lässt.

Noch ein Zitat von irgendsonem schlauen Physiker

„Ich weiß ehrlich nicht, was die Leute meinen, wenn sie von der Freiheit des menschlichen Willens sprechen. Ich habe zum Beispiel das Gefühl, dass ich irgend etwas will; aber was das mit Freiheit zu tun hat, kann ich überhaupt nicht verstehen. Ich spüre, dass ich meine Pfeife anzünden will und tue das auch; aber wie kann ich das mit der Idee der Freiheit verbinden? Was liegt hinter dem Willensakt, dass ich meine Pfeife anzünden will? Ein anderer Willensakt? Schopenhauer hat einmal gesagt: „Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.“

Albert Einstein

Schöne Zeit noch, Phil

2nd Round

12:40, 25.03.2007. Von mcp0tt

Ich sag mal MOINMOIN wie der Norddeutsche zu sagen pflegt!

Also, ich mache mich gleich daran wieder etwas aus dem Brainlabor hervorzuzaubern und ein paar Gedankenexperimente hochgehen zu lassen.
Ok,soweit so gut  

Die meisten der Leser werden sicher wissen, dass ich mittlerweile Philosophie studiere und es mich dort in die seit langem fliessenden Gedankenströme der Menschheit gezogen hat. Als Philosophiestudent bin ich natürlich ständig mit Gedankengebäuden umgeben und bemühe mich diese kritisch zu reflektieren. Mir selbst das Wissen der philosophischen Vorfahren anzueignen über das Sein, den Kosmós oder das All der Dinge und mein ständig wandelnden Standpunkt dazu.

Was ich ein kleinwenig vorstellen möchte ist ein Anschauungsmodell dieses Kosmós, das ich nicht aus der Uni entnommen habe, sondern das ich auf dem  persönlichem Weg getroffen habe.
Als ich das erste mal davon gelesen habe, war ich sehr erstaunt, weil es das erste Buch bei dessen Lesen mir auf Anhieb kein kritischer-zweifelnder Gedanke aufkam. Ich will nicht übertreiben, doch bis dato verschlang ich Wissen zwar regelrecht, aber ich konnte mit nichts richtig anfreunden.

Für mich hat sich nun nach einiger Zeit des Studiums eine gewisse Denkweisen eingestellt. Dabei ist dieser theoretische Ansatz für mich, wie ein Landkarte. Das was ich erlebe und erfahre in der realen Welt findet seinen Platz auf dieser Landkarte. Dabei geschieht mir nicht anderes als den meisten Menschen. Ich laufe durch den Tag, versuche mein Leben zu organisieren, Freunde & Familie zu treffen, hier und da meine Freizeit geniessen und auch mal ein Auge auf das körperlich und mentale Wohlergehen zu richten. Wenn ich dann am Ende des Tages wieder ins Bett finde, dann reflektiere ich meist und merke schnell mit welchen Sachen ich zufrieden war und wo ich denke noch mehr rauszuholen im Umgang mit Menschen, Hobbies oder Studium. Es ist eine fortschreitender Entwicklungsgang. Selbst wenn ich mich in einer Sache verweigere, entwickle ich mich doch in der Verweigerungshaltung, somit ist Fortschritt unaufhaltsam. Nur ist Fortschritt nicht unbedingt mit Besserung verbunden, einem Ziel von Perfektion, das ein höchstmaß an Disziplin erfordert um es zu erreichen.

Doch durch ständiges Üben im Leben im Umgang mit dem All der Dinge in all seinen facettenreichen Details, ist es möglich in sich selbst den Meister heraufzubeschwören. Aus dem Schüler wird ein Geselle und aus dem Gesellen ein Meister.

Und nun können wir, das tun was wir immer tun, um zu unseren eigenen Meistern zu werden :)

Have a nice day, Phil

25.3.07, Kiel

Der 1te Gang

16:24, 24.03.2007. Von mcp0tt

Hallo ihr lieben Leser,

danke, dass du dir die Zeit nimmst, dir meine Sicht der Welt kurz anzuhören. Keine Sorge ich will niemanden von meiner Weltsicht überzeugen, sondern nur ein Stein der Inspiration setzen. Einerseits können meine Gedanken sich bei dir einnisten, wenn du es erlaubst oder du kannst mir deine Meinung mitteilen und ich finde etwas inspirierend :)

Also kurz zu mir:

Ich bin 22Jahre alt und jung. Bin ewiger Stadtbewohnern des westlichen Kulturkreises. Studiere und führe ein recht leichtgäniges Leben, wenn ich an Menschen andere Nationen denke.

Doch irgendwie ist bei uns doch der Wurm drinne. Wir Leben in einem Paradies der Möglichkeiten uns das Leben so zu gestalten wie wir es uns wünschen. Doch scheinen mir viele Menschen eine Mischung aus besitzorientieren Leistungshedonisten (jemand der ein Leben dem Lustrausch widmet) zu sein und gleichzeitig ein depressiver Kloss der keinen Sinn mehr sieht. Ich glaub Beispiele kennt jeder dafür aus seinem persönlichen Umfeld oder über Geschichten. Die Drogenmärkte boomen und die Selbstmordrate steigt. Für mich eindeutiger Tatbestand von Lebens- bzw. Weltflucht.
Und wir alle kennen das Gefühl einfach nur davonlaufen zu wollen, irgendwohin dort wo alles besser ist.

Ich will niemanden verurteilen, keiner hat sich sein Leben im Vorfeld ausgesucht und kann was für die Last die er zu tragen hat. Doch gleichzeitig haltet euer Urteil noch zurück, bevor auf mich mit dem Finger gezeigt wird als jemand der Salz in Wunden streut.

Ich bin mir sicher zu wissen was uns fesselt, wir sollten die Schuldigen für das Leid der Welt nicht irgendwo da draußen suchen, sondern bei uns selbst, tief im unseren Inneren gibt es ihn die kleine Stimme, die einem einredet alles falsch zu machen, aber es gibt genauso die Stimme, die sagt alles "Super gemacht!", die neue Politur fürs Ego.

Wenn ich diese Stimmen hören, dann sag ich zu dem Schlechtredner in mir. "Ey du, du gehörst zu mir und willst alles was wir machen schlecht reden, ewig nörgeln."Haben wir uns nicht die größte Mühe gegeben?"Und wisst ihr was jedesmal kommt  "That's true!" :)

Und wenn ich den Schönredner hör, dann versuche ich ihm noch zu erklären, das das was wir gemacht haben schon nicht schlecht war, aber an dem und dem Detail hätte man sich noch etwas reinsteigern  können und es zu äußerster Perfektion zu bringen.

Ja, so komm ich dann mit mir selbst am besten klar. Einfach nur darauf orientiert am ewigen Fortschritt festzuhalten, jede Veränderung mitzunehmen, wie sie kommt und sei die Veränderung, das keine Veränderung mehr Eintritt und ich mich gebremst fühle. Ich weiss, der nächste Durchbruch kommt bestimmt :)

Was dann allerdings noch wirklich wichtig ist, ist ein Langzeitziel. Ein Lebensziel auf das man aus ist, auf das man sein Leben ausrichtet. Da dann auch wieder jeder seine Vorstellung.
Mein Ziel ist gewiss, das Lebenswerk mit der passenden Krönung "angstfreien Tod."
Denn das ist das Ziel dem niemand von uns entgehen kann und dann will ich mich lieber mit dem entsprechenden Knall zum Abgang abmelden...

Also Danke für durchhalten,

Beste Grüße Phil