2nd Round

12:40, 25.03.2007. Von mcp0tt

Ich sag mal MOINMOIN wie der Norddeutsche zu sagen pflegt!

Also, ich mache mich gleich daran wieder etwas aus dem Brainlabor hervorzuzaubern und ein paar Gedankenexperimente hochgehen zu lassen.
Ok,soweit so gut  

Die meisten der Leser werden sicher wissen, dass ich mittlerweile Philosophie studiere und es mich dort in die seit langem fliessenden Gedankenströme der Menschheit gezogen hat. Als Philosophiestudent bin ich natürlich ständig mit Gedankengebäuden umgeben und bemühe mich diese kritisch zu reflektieren. Mir selbst das Wissen der philosophischen Vorfahren anzueignen über das Sein, den Kosmós oder das All der Dinge und mein ständig wandelnden Standpunkt dazu.

Was ich ein kleinwenig vorstellen möchte ist ein Anschauungsmodell dieses Kosmós, das ich nicht aus der Uni entnommen habe, sondern das ich auf dem  persönlichem Weg getroffen habe.
Als ich das erste mal davon gelesen habe, war ich sehr erstaunt, weil es das erste Buch bei dessen Lesen mir auf Anhieb kein kritischer-zweifelnder Gedanke aufkam. Ich will nicht übertreiben, doch bis dato verschlang ich Wissen zwar regelrecht, aber ich konnte mit nichts richtig anfreunden.

Für mich hat sich nun nach einiger Zeit des Studiums eine gewisse Denkweisen eingestellt. Dabei ist dieser theoretische Ansatz für mich, wie ein Landkarte. Das was ich erlebe und erfahre in der realen Welt findet seinen Platz auf dieser Landkarte. Dabei geschieht mir nicht anderes als den meisten Menschen. Ich laufe durch den Tag, versuche mein Leben zu organisieren, Freunde & Familie zu treffen, hier und da meine Freizeit geniessen und auch mal ein Auge auf das körperlich und mentale Wohlergehen zu richten. Wenn ich dann am Ende des Tages wieder ins Bett finde, dann reflektiere ich meist und merke schnell mit welchen Sachen ich zufrieden war und wo ich denke noch mehr rauszuholen im Umgang mit Menschen, Hobbies oder Studium. Es ist eine fortschreitender Entwicklungsgang. Selbst wenn ich mich in einer Sache verweigere, entwickle ich mich doch in der Verweigerungshaltung, somit ist Fortschritt unaufhaltsam. Nur ist Fortschritt nicht unbedingt mit Besserung verbunden, einem Ziel von Perfektion, das ein höchstmaß an Disziplin erfordert um es zu erreichen.

Doch durch ständiges Üben im Leben im Umgang mit dem All der Dinge in all seinen facettenreichen Details, ist es möglich in sich selbst den Meister heraufzubeschwören. Aus dem Schüler wird ein Geselle und aus dem Gesellen ein Meister.

Und nun können wir, das tun was wir immer tun, um zu unseren eigenen Meistern zu werden :)

Have a nice day, Phil

25.3.07, Kiel

Kommentare Hinterlassen.

Kommentare

  1. Unbenannter Kommentar (Anonymous)

    "Fort-Schritt" ist meiner Meinung nach allein schon physikalisch unvermeidlich, weil die Existenz allen Lebens an die Zeit geknüpft ist und diese nach aktuell gültiger Kenntnis/Definition zumindest laufend "fort-schreitet".

    Bist du eigentlich Determinist oder Verfechter des freien Willens? ;)

    -Söbi-