Der Wille zur Freiheit

14:35, 1.04.2007. Von mcp0tt

Eine freundliche Begrüßung: Hallo und schön, das du vorbeischaust :)

Ich befinde mich nun wieder in Freiburg und erstaunlicher Weise versteckt sich die Sonne hier weitaus mehr hinter den Wolken als in Kiel....

Ich wurde zu meinem letzten Beitrag gefragt, ob ich Glaube, das der freie Wille existiert oder ob alles vorher- bestimmt ist, sprich ein Vertreter des Determinsmus zu sein. Das ist natürlich eine sehr interessante Frage, vorallem für den Philosophen in mir. Auch heutzutage stellt sich die Frage wieder erneut, wenn Neurowissenschaften behaupten, der Mensch ist nicht frei in seinem Willen.

Soviel zu dem was die Wissenschaft sagt, weiss ich nicht, nur das sie sagen, die Entscheidungsfindung treffe vor dem menschlichen Bewusstsein der Entscheidung statt, dies ist durch technische Gehirnbildaufnahmen bewiesen worden. Das Argument lautet auf stofflicher Ebene sind alle Strukturen zu einer Entscheidung schon vorhanden, so sind Argumente zu einer Entscheidung schon im Gedächtnis gespeichert und Handlungsweisen schon durch unser gesellschaftliches Umfeld mitbestimmt. So schneit es wir treffen immer nur bewusst eine Entscheidung entweder "dafür" oder "dagegen, für etwas anderes".
Angenommen wir überlegen nun für eine Wirklich große Entscheidung in unserem Leben, haben die Tendenz eine Entscheidung zu fällen, es fällt nur noch der Mut zur Handlung und plötzlich zeigt uns jemand eine ganz neue Sichtweise an diese Entscheidung heranzugehen, so führt ein "zufälliges Ereignis" zu einer anderen Entscheidung oder einer Entscheidungsneufindung, die nicht vorher in unserem Kopf lokalisiert werden kann.
So stellt sich für mich eher die Frage, ob nicht das menschliche Leben im gesamten Kosmós vorbestimmt ist, dann wäre das Ereignis kein zufälliges mehr in diesem Sinne.
Stehen wir also in Abhängigkeit zur gesamten Existenz  zur Sternenkonstellation, zu unsere Kultur, zu unseren Familien und Freunden, zu unserer alltäglichen Laune und dem eigenen Charakter mit Stärken und Schwächen.
Es scheint so als gibt es kein Entkommen aus einer abhängigen Vorbestimmung, jede Entscheidung kann vorbestimmt sein, aber sie ist auch immer ein Stück Mitbestimmung, ein Stück Ausrichtung auf etwas hin. Dann ist es möglich zu allem immer Ja-zu-sagen und sich von der Bestimmung durch das Umfeld leiten zu lassen vielleicht der Weg der breiten Masse aber auch eine Art Subkultur in der man heimisch ist und an deren Maßstäbe sich angepasst wird.
Ich will nicht sagen Ja-sagen ist etwas schlechtes, denn manchmal braucht es auch Mut&Vertrauen sich in die Abhängigkeit hineinzubegeben und vielleicht neues zu entdecken. Doch für das "Nein", so ist meine Erfahrung braucht es meist mehr Kraft und Ausdauer, sich aus einer Abhängigkeit zu lösen z.B. Drogen, die einem vorübergehend das Gefühl geben keine Probleme zu haben oder falsche Freunde, den man nichts wert ist außer die eigene Belustigung und Ausnutzung.
Also, für mich stellt sich nicht die Frage nach dem freien Willen, sondern nur die Bestimmung meiner Handlung zum Guten und noch Besseren hin, diese Unterscheidung lässt sich viel klarer treffen zumeist. Die Art von Selbstbestimmung, die sich durch das Vertrauen zum Leben leiten lässt.

Noch ein Zitat von irgendsonem schlauen Physiker

„Ich weiß ehrlich nicht, was die Leute meinen, wenn sie von der Freiheit des menschlichen Willens sprechen. Ich habe zum Beispiel das Gefühl, dass ich irgend etwas will; aber was das mit Freiheit zu tun hat, kann ich überhaupt nicht verstehen. Ich spüre, dass ich meine Pfeife anzünden will und tue das auch; aber wie kann ich das mit der Idee der Freiheit verbinden? Was liegt hinter dem Willensakt, dass ich meine Pfeife anzünden will? Ein anderer Willensakt? Schopenhauer hat einmal gesagt: „Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.“

Albert Einstein

Schöne Zeit noch, Phil

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Kommentare

  1. Unbenannter Kommentar (fred0)

    pottti du alte schlange :D

  2. gefällt mir (Anonymous)

    sehr gut, dein Blog