systemfehler

Freiheit und Menschenrechte am Altar des Kapitalismus opfern

14:07, 27.09.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Mit dem gestrigen Vollmond hat der friedliche Protest der burmesischen Mönche eine blutige Seite bekommen. Man möchte doch meinen, das buddhistische Mönche sich mit dem Vollmond und seinen Auswirkungen auf die Aggression und Gewaltbereitschaft der Menschen auskennen...

Tatsache ist, dass jetzt nach fast 20 Jahren, seit dem letzten Blutbad unter der Opposition in Burma wieder die Schwelle zum Blutvergießen überschritten wurde - und die Welt sieht zu!

Eine Resolution des Sicherheitsrats gegen diese Vorgehensweise der burmesischen Junta konnten wegen Chinas Veto nicht verabschiedet werden. Natürlich, was haben wir erwartet? China war angesichts der Austragung der Olympischen Spiele nicht bereit, seine Vergangenheit und die Gewaltakte am Platz des Himmlischen Friedens aufzuarbeiten, auch nicht die tägliche Missachtung der Menschenrechte beginnend von Meinungseinschränkung bis zum Organhandel von Deliquenten.

Was kann der Rest der Welt tun? Schweigen, weil uns China den Mund verbietet. Ein einziges Land nimmt alle Nationen der Welt in Geiselhaft? Ist das möglich, weil die Spielregeln der Uno das erlauben? Eine Resolution des Sicherheitsrates kann nur verabschiedet werden, wenn keines der Mitglieder ein Veto einlegt, und was ist schon eine Resolution?

Wo bleibt denn jetzt der wildgewordene Texanische Cowboy, der auf die Uno pfeift und sich als Weltpolizist aufspielt. Was ist mit einer Befreiung Burmas nach dem Vorbild der irakischen Befreiung? - Oder besser doch nicht, man könnte den chinesischen Geschäftspartner, der über solch riesige Dollarreserven verfügt, dass allen Börsianern bei dem Gedanken daran schlecht wird, verärgern. Burma liegt viel näher an Vietnam als der Irak....

Warum verabschieden die anderen Mitglieder des Sicherheitsrates nicht eine Erklärung mit dem Zusatz - China war zwar dagegen, aber was geschehen ist, ist trotzdem Unrecht! Warum werden olympische Spiele in Peking nicht boykottiert wie anno dazumals in Moskau? Südafrika durfte wegen der Apartheidspolitik nicht an olympischen Spielen teilnehmen, und was ist mit China, die dürfen schon? Die dürfen die Spiele sogar austragen!

China ist ein Wirtschaftsfaktor. Kein größeres heimisches Unternehmen, das nicht in irgendeiner Weise von den chinesischen Billiglöhnen und fehlenden Umweltauflagen profitiert. Wir bauen unseren Wohlstand nicht nur auf den Schäden, die wir allerorts der Umwelt zufügen, sondern nun auch auf dem Blut buddhistischer Mönche.

Natürlich kann ich versuchen, keine Produkte aus China mehr zu kaufen, überlege ich hier während ich auf einem Lenovo-Laptop schreibe und auch mein T-Shirt ist sicher aus China, wahrscheinlich auch meine Jeans und die Schuhe. Als Konsument kann ich mich fast nicht verweigern, was eine amerikanische Journalistin in einem Buch bewiesen hat.

Also kann ich auch schlecht von Unternehmen verlangen, ihre Kontakte mit chinesischen Unternehmen abzubrechen und von Regierungen, die olympischen Spiele zu boykottieren. Was bleibt uns zu tun? Stricknadeln raus und Pullover aus heimischer Wolle stricken, am besten in der Farbe "Ochsenblut", in der die buddhistischen Mönche gewandet sind?

Doch weniger Chinaprodukte? Olympia verweigern, indem ich nicht fernsehen werde? Heimische teuere Schuhe kaufen, die jahrelang halten und keinen so großen CO2-Rucksack mitschleppen?

Boykottiert man eine Atommacht wie China, kann das gefährlich für den Weltfrieden werden. Wildgewordene Chinesen, wäre das letzte, was unser Planet brauchen könnte. Aber was haben die Menschen in Burma, die Menschen im Irak, die Menschen in Darfur vom Weltfrieden? Kein totgeprügelter Mönch, kein geschändetes Mädchen, kein Selbstmord-Attentäter (aus aussichtsloser Verzweiflung und fehlgeleiteter Religiosität) hat etwas davon, dass wir in Frieden und Wohlstand leben. Aber wir sorgen uns um Renditen und den Erhalt der Arbeitsplätze, wo wir doch genau wissen, dass nie genug Arbeit für alle Menschen der Welt vorhanden sein wird.

Frieden um jeden Preis! Wenn man Frieden mit "nicht  Krieg" im Sinne von Soldaten und Angriffen mit Fliegern, Bomben, Panzern etc. definiert!

Und der soziale Friede, wo bleibt der? Wo bleiben, Friede und Gerechtigekeit für die Burmesen? Wo bleibt die gerechte Umverteilung der Ressourcen unserer Welt? Warum sehen viele den Ausweg nur darin, sich vor Panzer oder Knüppel in den verlängerten Armen der Machthaber zu werfen, und wieder andere darin, sich selbst zu ermorden und möglichst viele vermeintliche Feinde dabei mitzunehmen?

Wenn ich nichts mehr zu verlieren habe, meine Familie, meine Kinder aber möglicherweise durch meine Tat gewinnen können, bleibe ich dann noch immer ein Pazifist?  Schaffe ich es dann noch passiv Widerstand zu leisten, oder nehme ich auch den Pflasterstein auf? Würde ich mich in der roten Robe niederprügeln lassen, oder würde ich mich wehren? Ist Pazifismus nicht oft auch eine angenehme Ausrede eines satten Bauches?

Und prügeln nicht täglich 20 % der Weltbevölkerung die restlichen 80 % im übertragenen Sinn nieder? Ja, es ist tragisch und verurteilenswert, was in Burma passiert, ob China das nun auch so sieht oder nicht! Und was ist mit unserem alltäglichen Wohlstand, der auf den Mängeln der restlichen Welt gebaut wird? Der immaginäre Knüppel in meiner Hand, wenn ich zum Glas Orangensaft greife, während KInder in den Orangen-Anbauländern verhungern. Der immaginäre Knüppel in meiner Hand, wenn ich das 2-Euro Baumwoll-T-Shirt, das rund um die Welt zu mir gereist ist, anziehe, während jährlich 10.000 Menschen von den 1,5 Millionnen Vergifteten aus dem Baumwollanbau sterben? Für 2 Euro!

Wir haben's gut, sind auf die Butterseite gefallen. Wir hatten das Glück des Tüchtigen, sagen wir gern. Ist es das wirklich? Ist es nicht einfach nur das Recht des Stärkeren? Aber auch wir werden schwächer - und die tüchtigen Chinesen stärker. Und wir gestehen ihnen das zu, keine Resolution, was hätte sie auch schon geändert an den Zuständen in Burma?

Wir sehen zu, denn das sind wir: eine Gesellschaft von Konsumenten, die die Eigenverantwortung bereits abgegeben hat. Der es so gut geht, dass die Bilder der verzweifelten Burmesen bestenfalls ein Schulterzucken hervorrufen, neben dem Kopfschütteln ob Bush's letzter Erklärung, das Klimaschutz nur freiwillig erfolgen kann. Dann blättern wir in der Zeitung weiter oder zappen zu einem anderen Kanal. Uns geht's gut und wir können ohnehin nichts tun ....

Oder doch?

Ende der Bürgerrechte - wenn nur noch ein freiwilliger Verzicht helfen kann, endet die Demokratie und die Menschenrechte

07:54, 18.09.2007 .. 0 Kommentare .. Link

Laßt euch das mal auf der Zunge zergehen:

http://www.golem.de/0709/54775.html



Wo das freie Denken aufhört ...

13:02, 9.05.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Hi Leute,

heute ist mein Weltbild mal wieder massiv erschüttert worden. Eigentlich halte ich mich für einen selbst denkenden, aufgeschlossenen, harmlosen aber normalen Zeitgenossen oder politisch korrekt Zeitgenossin.  Und eigentlich habe ich gedacht, dass jeder Mensch, wenn er nur 1 und 1 zusammen zählt und halbwegs Grips in der Birne hat, die Probleme der heutigen Zeit erkennt.

Welche? Na, Umweltproblematik, Sozialabbau, Reich gegen Arm, Bildungsmisere, Arbeitsplatzabbau, etc.

Und eigentlich habe ich auch gedacht, dass sich der normale Mensch zu diesen Themen Gedanken macht.

Da ist zum Beispiel ein Gas-Großkraftwerk, das bei uns gebaut werden soll, um Strom und Fernwärme für die Region und den Export zu produzieren und das alte, viel kleinere Fernheizwerk zu ersetzen. Weder die Gas-Pipeline ist vorhanden, noch lassen sich die 150.000 t Mehrausstoß von CO2 mit dem Klimaschutz verinbaren, von der Unsicherheit der Gaslieferungen ganz zu schweigen.

Also sind Bürgerinitiativen entstanden, dieses Schildbürgerprojekt zu stoppen und Alternativen anzubieten: z.B. dezentrale kleine Kraftwerke, die mit nachhaltiger, umweltverträglicher Energieversorgung arbeiten.

Vertreter der Initiative sammeln Unterschriften für ein Volksbegehren und sprechen Leute an. Antworten kommen wie: "Der Klimaschutz ist mir egal.", "Ich fahr eh mit dem Fahrrad!", "Die Techniker werden das schon richtig machen!", "Immer müssts rummeckern, statt das froh seid's, dass schön warm ist (keine Ahnung ob das auf die Fernwärme oder die globale Erwärmung gemünzt war)!"

Ich falle aus den Wolken des gesunden Menschenverstandes, wie kann man heute noch so technikgläubig sein, nach Tschernobyl, nach Kaprun/Kitzsteinhorn, Exxon Valdez, etc.??? Wie kann man heute noch so ignorant sein, nach Wetterkapriolen und Dürreperioden??? Wie kann man vernünftige Alternativen überhaupt ignorieren geschweige denn die Auseinandersetzung mit ihnen zu verweigern???

Ok, mein Weltbild ist falsch, es gibt nur ein paar Denker, die sich nicht von Fastfood Informationen a la Newsshows und Seifenopern zumüllen und schöne heile Welt vorspielen lassen. Weltbild korrigiert.

Heute lasse ich mich auf eine Diskussion bez. des angdrohten Verdi-Streiks bei Telekom Deutschland ein. Streiks sind sicher in manchen Situationen problematisch, weil sie meist die falschen treffen können, aber welche Möglichkeiten haben Arbeitnehmer denn heute noch?

Menschen werden verliehen, Menschen werden ausgegliedert, Menschen werden in Sozialprogramme entlassen. Die Wirtschaft wird zum Eigenleben entwickelden Monstrum, das über die Akteure, zu deren Nutzen und Wohl es eigentlich zum Leben erweckt wurde, hinweg rollt. Und jene, die auf der Strecke bleiben sind selbst schuld, Pech gehabt, nicht rechtzeitig was gscheites glernt.

Hier meine Disksussionsbeiträge im Golem-Forum: Golem + Verdi + Telekom
(bitte beide Beiträge lesen, bevor gemeckert wird )

Wie gesagt, ich habe einfach nicht geglaubt, dass es diese Zyniker wirklich gibt.

Mit wenig Hoffnung grüßt Euch heute
Error-Susi

Error-Susi is back

21:06, 2.05.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Hallo Leute,

heute melde ich mich nach längerer Abstinenz wieder zurück. Die Auszeit hatte mehrere Gründe und der wichtigste, weil themenrelevante ist der - ich habe in letzter Zeit u.a. viel gelesen und kann daher einiges empfehlen:

Engdahl: Saat der Zerstörung
Chomsky: Profit over People - War against People
Grefe, et al.: attac

Leider hat mich diese Literatur in eine tiefe Krise gestürzt. Trotz eigentlich vorhandener hormoneller Höchstphasen habe ich zeitweise nur schwarz gesehen. Hatte ich beim Beitrag über Ehren Watada schon echt Mühe, gute Alternativ- und Verbesserungsvorschläge zu finden, dann tat ich mir nach Engdahl und Chomsky erst recht schwer.

Und so blieb es dann auch, bis ich auf attac gestoßen bin. Falls das jemandem genau so wenig sagt, wie mir noch vor ein paar Wochen, attac steht für "Association pour une Taxation des Transactions Financières pour l'aide aux Citoyens". Nun das ist eine prägnante Abkürzung für eine elendslange französische Bezeichnung, die ich mir nach dem ersten Drüberlesen sofort NICHT gemerkt habe. Und auch weitere Male lesen haben nicht wirklich geholfen. Daher hier die deutsche Erklärung: Vereinigung zur Besteuerung der Finanztransaktionen zum Nutzen der Bürger und das will schon mal was heißen!

Hier gibt's mehr dazu. Unter anderem auch eine Unterschriftenaktion für 10 Prinzipien für eine bessere EU, die ich jedem kritischen EU-Bürger ans Herz legen möchte.
In den letzten Jahrzehnten haben die Großen der Welt (und meist waren das nicht unsere gewählten Volksvertreter, sondern die wirklich Mächtigen - Kapitaleigner und Konzernbosse) nahezu  uneingeschränkt und unkontrolliert unter dem Deckmäntelchen der freien Marktwirtschaft ein System des Marktfeudalismus installiert, das die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer und den Mittelstand arm macht. Lassen wir es uns nicht mehr gefallen, es ist schon viel zu viel passiert, als dass wir noch wegschauen könnten.

Eigentlich müsste jeder denkende Weltbürger, der weniger als 2.000,- pro Monat verdient, diese Aktion und diesen Gedanken unterstützen. Eigentlich müssten wir alle aufstehen und sagen: Es ist nicht recht, was ihr Großen über unsere Köpfe hinweg entscheidet, wie ihr unseren Planeten zerstört und ausbeutet und uns dann noch wegen unserer Armut verhöhnt.

Wir hätten es nicht einmal nötig Gewalt anzuwenden, irgendwelche Wahrzeichen des Marktfeudalismus zu attakieren oder zu sprengen. Wir alle mit den unter 2.000,- Euro pro Monat (ganz egal ob brutto oder netto) wir würden reichen, wenn wir unsere Stimme erheben und laut NEIN zu unseren neuen Feudalherrn sagen würden. Ein milliardenstimmiges NEIN gegen die Beschneidung unserer Menschenrechte auf Glück, Wohlstand und freie Entfaltung.

Sagen wir nicht "danke" und "hurra" zu irgendwelchen Sportveranstaltungen oder Seifenopern, mit denen die Großen unsere Sinne einlullen und die Forderung nach unseren demokraischen Rechten unter den Tisch kehren wollen.

Sagen wir NEIN - so nicht!:
  • zu weltweit agierenden Heuschrecken,
  • zu Sozialabbau,
  • zur Beschneidung der Arbeitnehmerrechte,
  • zum Demontage des Bildungssystems,
  • zur Vergiftung durch Genmanipulation,
  • zur Schuldenfalle für Einzelne und für ganze Staaten,
  • zur Bereicherung durch Monopolisten und Großkapitalisten,
  • zur WTO und zu IWF und ihren Verordnungen,
  • zur Missachtung internationalen Rechts durch Staaten wie die USA,
  • zur Bereicherung weniger auf Kosten fast aller
  • zur Bereicherung weniger auf Kosten der Umwelt und des Planeten
  • zur Bevormundung durch lesefaule Politiker, die Verträge einfach durchwinken
  • zu Militärbudgets, die den Hunger der Welt selbst ohne Genmanipulation beseitigen könnten
  • zu unsterblichen Rechtspersonen in Form von Körperschaften und Konzernen, deren Rechte aus den Menschenrechten abgeleitet wurden, aber offenbar ranghöher als die Rechte lebender Personen sind
  • zur manipulierten Meinungsmache durch wenige weltweite Medienkonzerne
  • zur Zufriedenheit und Wehrlosigkeit, weil wir verlernt haben, für unsere Demokratie einzustehen
Dieses NEIN ist meine persönliche Meinung. Attac bietet aber für einige dieser Punkte Konzepte, wie es besser gemacht werden kann. Attac ist nicht Mießmacherrei, sondern fundierte Kritik an den Mißständen unseres Wirtschaftssystems mit dem Aufzeigen von Verbesserungs/Alternativmöglichkeiten. Jedenfalls ist attac wert, sich einmal genauer zu informieren - oder gefällt Euch das Unterhaltungsprogramm unserer Gesellschaft  wirklich so gut, dass ihr die Unsicherheiten (bedrohte Arbeitsplätze, Schuldenfalle, Rentensystem, etc.) so locker wegstecken könnt?

Viel Spaß bei der Beantwortung der Frage wünscht Euch
Error-Susi


Warum die Amis nicht aus dem Irak abrücken

19:17, 20.02.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Stell dir vor:
- du lebst in einem Land, in dem seit Jahrzehnten ein Diktator herrscht, der sich nicht scheut, Giftgas gegen seine eigene Bevölkerung einzusetzen.
- dein Land wird weltweit boykottiert, weil deine Obersten nicht dem entsprechen, was die wirtschaftlich Mächtigen dieser Welt wollen.
- die "Guten", die dein Land zuvor boykottiert haben, tun sich zusammen - naja, nicht alle, aber doch einige - und jagen deinen Diktator zum Teufel, erobern dein Land und bringen dir den Samen der Demokratie
- der kurze Eroberungskrieg ist inzwischen lange vorbei, es hat demokratische Wahlen gegeben und trotzdem herrscht noch immer kein Frieden in deinem Land
- in deinem Land leben 3 Volksgruppen, die sich in Religion und ethnischer Zugehörigkeit unterscheiden und die Untaten in der Vergangenheit machen es auch nicht leichter.
- die Eroberer, die ja eigentlich deine Befreier sind, haben sich in deiner Heimat festgesetzt, denken nicht daran, wieder heimzugehen, egal wie viele Bomben du und deine Landsleute ihnen auf den Kopf werfen

Und stell dir vor, der zivilisierte Westen sieht einfach zu, und tut nichts dagegen. Warum auch, ist doch alles in Ordnung, die Amis räumen ja nur auf, nach dem Chaos, dass sie angerichtet haben.

Was wissen wir Europäer nicht oder wollen wir nicht wissen: Nach dem Sturz von Saddam Hussein hatte der Irak 120 Milliarden Dollar Auslandsschulden. 39 Milliarden davon bei den Industriestaaten, hauptsächlich bei Russland, Frankreich, Japan und Deutschland, bei den USA hatte der Irak "nur" 2,2 Milliarden Schulden. 2004 nötigten die USA ihre OECD-Verbündeten, die meisten Auslandschulden des Iraks abzuschreiben, weil in den nächsten Jahren die Aufbauarbeit im Irak nicht gefährdet werden durfte und die Einbringlichkeit der Schulden äußerst fragwürdig war.
* 30% der Summe /11,6 Mia.) waren damals "jüngere" Zinsen, die annulliert wurden, der Rest wurde bis zu einer Zustimmung zu einem IWF-Standardprogramm ausgesetzt.
* Nach Genehmigung des IWF-Standardprogramms werden weitere 30% annulliert.
* Weitere 20% lassen die Gläubiger nach dam Abschlussbericht des IWF über die Durchführung des Standardprogramms nach drei Jahren nach.

Was würdest du als Irak machen? - Na, dich an das Standardprogramm des IWF halten, so wie es auch Indonesien, Polen, Kroatien, Serbien und Rußland diktiert bekamen. Der Irak musste seine wirtschaftliche Souveränität an die IWF-Technokraten in Washington abtreten. Die "abscheulichen (rechtwidrigen - weil vom Volk nicht gewollten) Schulden" der Hussein-Ära helfen dem Westen, im Irak eine "freie Marktwirtschaft" zu installieren.

Wie viele anderen Ländern musste der Irak als erstes seine Staatsunternehmen an ausländische Heuschrecken verkaufen. So steht der Irak heute also da: schlanker Staat, flexible Arbeitskräfte, offene Grenzen, minimale Steuern, keine(!) Kontrolle des Kapitalexports, keine(!) Zölle, keine(!) Auflagen für Eigentümer.

Folgen davon - für jeden Teenager sofort verständlich:
Verlust von Millionen Arbeitsplätzen
Erzeugnisse aus dem Ausland verdrängen heimische Güter vom Markt
Lebensmittel werden zum Haupterzeugnis
Geschäfte vor Ort und Familienbetriebe sperren zu wg. Wettbewerber aus dem Ausland

Eine solche Wirtschaft wird gezwungen für den Export zu produzieren, da ja noch ein Teil der Schulden bedient werden muss - in Dollar natürlich.

Nach der Wahl im Jänner 2005 wurden die 100 Bremer-Verordnungen umgesetzt. Lt. UNO-Resolution 1483 hatte Bremer das Mandat, den bestzten Irak im Rahmen des Völkerrechts zu verwalten. Wie weit seine 100 Verordnungen sich noch in diesem Rahmen befinden darf angezweifelt werden. So wird z.B. in Verordnung 39, Artikel 26 festgelegt, dass die irakische Übergangsregierung die 100 Bremer Verordnungen nicht ändern darf. Nach 2003 wurden 132.000 US-Soldaten in 14 Stützpunkten im ganzen Land stationiert, US-ergebene Bürokraten in jedes Ministerium eingeschleußt, die sich ggf. über Entscheidungen nachfolgender Regierungen hinwegsetzen würden. Ausländische Banken kaufen Minderheitsanteile privater irakischer Banken.

Den leidgeprüften irakischen Bauern wurde Saatgut nahezu kostenlos zur Verfügung gestellt. Aus den 10.000 jährigen Zucht- und Kreuzungsbemühungen der irakischen Bauern, die perfekt an die Bedingungen des Zwischenstromlandes angepasste Weizensorten hervorgebracht hatte, machte die neue Verwaltung 6 genmanipulierte Weizensorten, 3 für die Produktion von Teigwaren (Export -da die Iraker keine Teigwaren kennen) und 3 Sorten für die Produktion von Brot.

Und was passiert mit dem angebauten und reproduzierten Gen-Saatgut: Sollte die Ernte wieder angebaut (also kein neues Saatgut gekauft) werden, dann ist Lizenzgebühr für die patentierten Körner fällig, zu dem besonderen Dünger und Pestiziden, die diese Körner benötigen. (Die "Samenbank", in der die heimischen Sorten staatlich aufbewahrt wurden, wurde im Krieg zerstört, die Backup-Samenbank in Syrien wurde von der Ami-Verwaltung nicht berücksichtigt.) Das Patent auf das Saatgut läuft 20 Jahre. Wie lange werden wohl die Amis im Irak bleiben - Schätzungen werden angenommen?

Verbesserungsvorschläge:
ich habe ehrlich gesagt keine, ich weiß nicht, wie man gegen eine solche Übermacht antreten könnte und mit friedlichen Mitteln die Mießere beenden könnte. Vorschläge werden gern angenommen.

Die Infos stammen aus:
*Schmied, Jeremy, "Iraq: Order 81" in "The Ecologist", Jg 35, Nr. 1
*Wortlaut der 100 CPA (Bremer)-Verodnungen unter http://www.iraqcoalition.org/regulations/index.html#Regulations
*IRIN, "Irak: Interview mit dem LAndwirtschaftsminister" http://www.irinnews.org 16.12.2006
*Paris-Club "Irak", 21.11.2004, http://www.clubdeparis.org
*Cook, Christopher, "Plowing Iraq for Profits" in "These Times", 14.3.2005
*Engdahl, F. William, "Saat der Zerstörung", Rottenburg 2006

Digitales Fernsehen - ein Quantensprung auf Kosten der Gebührenzahler

19:48, 13.02.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Hurra! Endlich ist es so weit, Österreich bekommt DVB-T und die alten analogen Anlagen werden eleminiert! - Schöne neue Welt!

Was kostet eine Set-Top-Box? Ab etwa 25 € ist man dabei, allerdings hört man aus der Branche dass man zumindest 70 € investieren sollte, damit man gut und zukunftsweisend ausgerüstet ist.
Ich zahle monatlich meine GIS-Gebühren und ich wurde nicht gefragt, ob ich überhaupt aufrüsten will und nun soll ich es auch noch selbst bezahlen? Was passiert mit meinen Fernsehgebühren, kann man damit nicht den Umstieg finanzieren? Ach ja, 40 € gibt's als Stütze für die ersten 100.000 Umsteller, die sich ein Gerät kaufen, das auch mhp Multitext und EPG kann, also nichts von den billigen Modellen.

Was wäre, wenn morgen die Molkereien auf die Idee kämen, die Milch in Tetrapack abzufüllen, die wir dann trotz Entsorgungskosten dann acuh noch bezahlen müssten, jedes Mal wieder extra. Oder wenn ich verschärfte Überprüfungsvorschriften bekäme, nur weil mein Auto ein gewisses Alter erreicht hat und der Staat mich zwingen will ein neues zu kaufen. Oder wenn ...

Aber halt, das ist ja schon so! Vielfach muss ich als Konsument Sachen kaufen, die ich gar nicht benötige, nur weil mich die Produzenten mit neuen Produkten oder verbesserten Neuauflagen dazu zwingen. Muss ich mir das gefallen lassen?

Verbesserungsvorschläge:

Hei, Leute denkt mal nach, ob Ihr immer die neuesten Sachen benötigt, oder die 125ste Auflage des selben Dinges! Die Produzenten können nur deshalb mit uns so umspringen, weil wir es mitmachen. Glücklichsein heißt bei uns wohl nur all zu oft: Neues bekommen/kaufen.

Dem interessierten Leser sein hier der Papalagi empfohlen.

In diesem Sinne auf ein Neues

Error-Susi

EU-Erweiterung, die Erste

21:31, 12.02.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Wir leben in einer globalisierten Welt. Nich erst seit der "einen Billion Dollar" von Andreas Eschbach ist mir das bekannt. Wollen unsere Staatschefs aber jemanden an den eigenen bereits erschlossenen Honigtöpfen teilhaben lassen, dann geht zumeist ein Aufschrei durch die Reihen der bewusst falsch informierten oder des Denkens nicht fähigen Schichten der Bevölkerung und nicht wenige - z.T. ewig Gestrige - schlagen politisches Kleingeld daraus.

Wie ist es sonst zu erklären, dass ein EU-Beitritt der Türkei einer schier unheilverkündenden Bedrohung des christlichen Abendlandes gleich kommt. Na gut, ich räume ein, da gibt es Probleme mit Menschenrechten und die sind noch nicht gelöst, ein gutes Argument! Vielfach höre ich aber des öfteren, dass die Türkei nicht zu Europa gehört. Zugegeben, der Großteil ihres Teritoriums liegt jenseits des Posporus' und das entscheidet über die Zugehörigkeit zu Europa. Vor etlichen tausend Jahren haben die Griechen (die aus Kleinasien kamen) diese willkürliche Grenze festgelegt, und heute haben die Türken den Salat. Was aber steckt hinter dem Argument wirklich?

Angst vor alles niedermachenden Mordbrennern des Mittelalters? Zugegeben, Europa hat eine Vergangenheit im Mittelalter, als viele Ländereien von Muselmanen besetzt waren und viele unserer Bräuche zielen darauf ab, diese Epoche im kollektiven Gedächtnis zu bewahren: Kranzelreiten, Türkenstechen, Geschichten von eingemauerten Türken hier, von gefangenen Türken, die den Abzug wg. Alkoholgenuss verschlafen hatten dort. Gemeinsam ist diesem Kulturgut, dass die vertriebenen Eroberer nicht gut wegkommen. Sie scheinen weder besonders klug, noch diszipliniert, noch sonst irgendwie herausragend gewesen zu sein. Es fragt sich nur, wie sie jemals den Weg bis zu den Toren Wiens meistern konnten, und das in einer Zeit, als die Österreicher den Kaffee noch nicht kannten und auch viele zivilisatorische Errungenschaften - wie z.B. Körperhygiene in unseren Breiten eher als absonderlich galten - nicht so bei den "dummen Muselmanen".

Was also wollen wir erwarten, bei der über Generationen hinweg gepflegten Haltung, den Türken weit überlegen zu sein?

Und dann, dann kamen sie wieder, diesmal nicht als Mordbrenner, sondern als geduldete, weil billige Arbeitskräfte für die Wirtschaftlokomotive Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Ein klein wenig davon hat auch Österreich profitiert. Und Mitteleuropa ward eingenommen von tausenden fleißigen und leicht zufrieden zu stellenden Hassans und Mustafas. Dass sie Ihre Familien noch mitbrachten, war bestenfalls ärgerlich und die zweite Generation, die die Türkei oft nur von Urlauben her kennt, unsere Staatsbürgerschaft bereits durch Geburt erwirkt hat, soll sich doch intgrieren, dann können wir vielleicht - aber auch nur vielleicht - darüber hinweg sehen, dass ihr Haar und ihre Augen dunkel sind, solange sie sich halt anpassen, ihre Töchter nicht umbringen und ihre Frauen gefälligst kein Kopftuch aufsetzen.

Die Türkei mag jenseits des Posporus liegen, aber viele Europäer sind heute türkischstämmig. Die Türken mögen im Mittelalter ihre Religion mit Feuer und Schwert auch in Teile Europas getragen haben, Tatsache ist, dass Sie breits nach dem 1. Welkrieg eine Trennung von Staat und Religion verankerten und das ist weit mehr als wir Österreicher in der 1. Republik zu Stande brachten, wo man nur dann z.B. als Kindergärtnerin eingestellt wurde, wenn man katholischen Bekenntnisses war.

Jetzt haben wir die Chance, durch einen EU-Beitritt den seit mehr als 80 Jahren westlich orientierten Staat, der uns über Jahre hinweg billige Arbeitskräfte lieferte, an Bord zu holen. Nutzen wir die Chance, vielleicht - nämlich dann, wenn Ankara zu Hause mal sauber macht und sich endlich europäisch verhält. Aber wird dann der türkische Hilfsarbeiter noch genau so billig und willig sein, wie vorher? Wir haben ja heute schon/noch immer Angst vor den Arbeitskräften aus Ländern, die wir bereits aufgenommen haben. Wie die Vergangenheit zeigt, ist eine EU-Erweiterung in erster Linie ein Bereicherung für die Mächtigen in der Wirtschaftswelt: Neue Absatzmärkte ohne Eintrittsbarrieren, niedrige, lockende Steuersätze, billige Arbeitskräfte in den Steuerparadiesen, denn in die Kernländer lassen wir sie vorerst ja nicht,...

Was hat die Türkei davon, wenn sie EU-Mitglied wird? Als eines der wenigen Länder des islamischen Kulturkreises, das westlich orientiert ist, hätte sie zum ersten Mal seit dem Mittelalter wirklich Anschluss an Europa (wobei ich mich manchmal  frage, ob das so erstrebenswert ist), hätte hier auch etwas mitzureden und die westlich orientierten Politiker müssten nicht befürchten von eigenen islamistisch-orientierten Parteien in Richtung islamischen Staat gedrängt zu werden, was ja angeblich weder die USA noch Europa will.

Tja, es wird halt kein Weg daran vorbei führen, unsere Wirtschaftmagnaten zu befriedigen, als den gemeinsamen Wirtschaftraum zu vergrößern. Manchmal habe ich das Gefühl, eine Heuschreckenplage zieht weiter gen Osten. Hier ist alles abgegrast, die mittelbetriebliche Infrastruktur zerstört, die Kleinbetriebe unrentabel geworden und die Großen ziehen weiter. Zurück bleiben die langsam ausgezuzelten EU-Bürger, die sich keinen Sozialstaat mehr leisten können, deren Butter jetzt doch wieder mehr als 10,- öS kostet und für die eigentlich nicht wirklich viel besser wurde, weder mit dem EU-Beitritt (siehe Transitvertrag etc) noch mit dem TEuro, der ja im Schnitt nicht wirklich zu einer Verteuerung führte, denn Dienstleistungen, PCs und Produkte, die Unternehmen benötigen, wurden ja billiger, während Lebensmittel, Wohnen, Heizung etc. kräftig anzog (der Euro, für den ich dazumals 13,7603 öS geben musste, hatte bereits wenige Monate nach der Umstellung nur mehr eine Kaufkraft von 10,- öS).

Verbesserungsmassnahmen:
Die sind heute wirklich schwer zu finden, denn wir stecken ja mitten drin im EU-Schlamassel ohne Backdoor hinaus. Also war wäre zu tun:

1. Froh sein, wenn wir erweitern können, dann ziehen die Heuschrecken wenigstens auch weiter ;-)
2. regionale KMUs fördern, einerseits durch politische Maßnahmen, andererseits durch Konsumentenmacht (heimisches kaufen).
3. nicht ins Hirn scheißen lassen, von Heißmachern, die uns einzureden veruchen, was gut für uns ist. Mit ein bisschen Nachdenken weiß das meistens auch schon ein Volksschüler.

Ich weiß, ich weiß, so richtig zufrieden bin ich mit dem Blogg heute auch nicht. Eigentlich wollte ich über die Beitrittsverhandlungen mit Serbien schreiben und bin dann bei der Türkei hängengeblieben um dann meine Unzufriedenheit mit der EU zum besten zu geben.

Also ich schätze jetz ist es angebracht zu sagen TO BE CONTINUED ....

Error-Susi

Buch der Woche: "Eine Billion Dollar" von Andreas Eschbach

17:10, 10.02.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Hallo Leute,

heute - am Wochenende  - will ich mal nicht meckern, dazu bleibt auch nächste Woche noch genügend Stoff übrig. Nachdem mein Debian nun soweit läuft, dass ich bloggen kann, möchte ich Euch einen Ausschnitt aus dem Buch, das ich gerade lese nicht vorenthalten:

Seite 310.000.000.000 $ ff:
Das erzeilbare Einkommen folgt einer Hierarchie. Auf der untersten Stufe dieser Hierarchie steht einfach Arbeit. Sie tun etwas für jemanden, und dieser gibt Ihnen Geld dafür. Das kann eine Arbeit als Angestellter sein oder als selbstständiger Handwerker, das spielt keine Rolle. Man nennt das im Volksmund "ehrliche Arbeit", und die Einnahmen, die Sie damit erzielen, werden Ihre Ausgaben nie ernsthaft übersteigen. Das hängt mit der Steuer zusammen. Der Staat will Ihr Geld, und am liebsten würde er Ihnen gleich alles wegnehmen. Aber da Sie dann verhungern würden oder zumindest darauf verzichten müssten, Kinder in die Welt zu setzen, neue Staatsbürger und Steuerzahler also, lässt er Ihnen genug zum Leben. Mehr nicht. Kein Staat und keine Gesellschaft hat ein Interesse an einer finanziell unabhängigen Bevölkerung. Ehrliche Arbeit, also das, mit dem die meisten Menschen ihre Zeit verbringen, bringt einem nur immer gerade den allgemein üblichen Lebensstandard ein. Mehr nicht.
...
Die nächsthöhere Stufe des erzielbaren Einkommens ... ist spezialisierte Arbeit. Der Wert von Arbeit folgt, wie alles im Wirtschaftsleben, dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wenn Sie das lernen, was alle lernen, und das können, was alle können, sind Sie austauschbar und damit erpressbar, also bewegt sich der erzielbare Lohn auf dem niedrigsten möglichen Level. Ihr Lohn steigt, wenn Sie entweder bereit sind etwas zu tun, was nicht alle zu tun bereit sind - Ihre Gesundheit zu ruinieren, sich körperlich übermäßig anzustrengen, nachts oder an Feiertagen zu arbeiten-, oder wenn Sie etwas können, das nicht jeder kann, vorausgesetzt, es ist ein begehrtes Können. Unter Umständen müssen Sie sich dafür einen Markt erst suchen - ein staatlich angestellter Lehrer verdient immer gleich viel, egal wie gut oder schlecht er  unterrichtet, aber wenn er gut ist, kann er in einer Privatschule eventuell ein besseres Gehalt aushandeln. Es gibt auf der anderen Seite Gewerkschaften, Rechtsanwaltskammern und Handwerkerinnungen, Strukturen also, die man in der Industrie als Kartelle bezeichnen würde und die durch Preisabsprachen ihrer Mitglieder dafür sorgen, dass das Entgelt für ihre Leistungen nicht unter eine Mindestmarke sinkt. Doch da auf diese Weise der Markt ein Stück weit ausgehebelt wird, rächt sich dies durch Umsatzbeschränkungen, da eine Leistung zu einem höheren Preis nicht genauso viele Abnehmer findet wie zu einem niedrigen. Wie auch immer, je spezieller das ist, was Sie an Leistung anzubieten haben, wenn es gesucht ist, kann Ihr Einkommen daraus enorm wachsen. Ein Rechtsanwalt kann fünfhundert Dollar pro Stunde verdienen, ein einigermaßen berühmter Schlagersänger zwanzigtausend Dollar für einen einstündigen Auftritt. Doch endlos steigern lässt sich das nicht - schon dem Rechtsanwalt entstehen Kosten für sein Büro und seine Sekretärin, die vom Reinverdienst abgehen, und der Schlagersänger muss Termine ausmachen, Verträge aushandeln, anreisen, sich umziehen, proben und Autogramme geben, abgesehen davon, dass er jahrelang für ein Butterbrot aufgetreten ist, als er noch nicht berühmt war.
...
Jetzt kommt der erste Sprung. Sozusagen der Übergang von der schiefen Ebene zum Hebelprinzip. Die nächste Stufe des Einkommens ist Handel. Handel heißt, etwas billig einkaufen, um es teuer zu verkaufen. Etwas weniger banal ausgedrückt heißt das, dass der Händler Unterschiede in Angebot und Nachfrage durch seine Tätigkeit ausgleicht und daran verdient. Das Hebelprinzip besteht darin,  dass sich die Entlohnung nach dem Wert der gehandelten Ware richtet, nicht nach dem Aufwand für die Tätigkeit des Handelns an sich. Wenn Sie eine Melone verkaufen, kann Ihnen das zehn Cent einbringen, verkaufen Sie eine Wasserentsalzungsanlage für eine Fabrik, bringt Ihnen das vielleicht zehntausend Dollar ein. Doch der eigentliche Aufwand kann der selbe sein. Nicht Ihre Arbeit wird bezahlt, sondern Ihre Fähigkeit, einen Bedarf zu entdecken und zu befriedigen. In dieser Stufe wird die Spannweite schon relativ groß - man kann durch Handel wenig bis gar nichts verdienen, aber auch enorm reich werden. Ein Buchhändler darf etwa dreißig bis vierzig Prozent des Verkaufspreises eines Buchs als Gewinn einstreichen, der Betreiber einer Modeboutique schlägt auf den Einkaufspreis seiner Waren dagegen zweihundert oder dreihundert Prozent auf. Für die Vermittlung eines Verkaufs sind Provisionen von zehn bis fünfzehn Prozent üblich, was bei einer Maschine für mehrere Millionen ein erkleckliches Sümmchen ausmachen kann für manchmal nur ein paar Telefonate und einen Nachmittag Verhandlungen.
...
Der nächste Sprung besteht darin, dass Sie sich gewissermaßen vervielfältigen. Sie arbeiten nicht mehr, sondern Sie leiten andere dazu an, in Ihrem Sinne zu arbeiten. Sie sind dann, mit einem Wort, Unternehmer. Dafür, dass jemand das tut, was Sie ihm sagen, erhält er von Ihnen Geld. Sie bemühen sich, seine Arbeit so günstig wie möglich einzukaufen, denn nun sind Sie auf der anderen Seite des Marktmechanismus: Alles, was Sie von dem , was Ihr Unternehmen einbringt, an Ihre Angestellten abgeben müssen, schmälert Ihr eigenes Einkommen. Ein Unternehmen zu gründen ist eine mit vielen Risiken behaftete und am Anfang immer äußerst anstrengende Sache, aber die eigene Vervielfältigung ist auf diese Weise fast beliebig ausbaubar. Sie können Leute anleiten, die wiederum Leute anleiten, und so weiter. Und wenn Sie auf Ihrem Markt gut ankommen, ist das Gehalt, das Sie einem Angestellten zahlen, die beste Geldanlage, die es gibt: In der betriebswirtschaftlichen Betrachtung des Personalwesens geht man davon aus, dass ein Angestellter sein Geld wert ist, wenn er dem Unternehmen mindestens das 1,3-fache davon einbringt. Mit anderen Worten, eine Rendite von dreißig Prozent! Mit keinem anderen Investment ist das auf Dauer zu erreichen. Die Konzerne sind ein Beispiel dafür, wie weit man dieses Prinzip treiben kann, und dementsprechend verdienen die Chefs dieser Konzerne vielleicht zehn Millionen Dollar im JAhr, was selbst bei angenommerner hoher Arbeitsbelastung mehr als dreitausend Dollar pro Stunde ausmacht.
...
Ich hoffe, Sie haben bemerkt, welche Rolle das bereits vorhandene Geld in dieser Kategorisierung spielt. Es ist umso leichter, in eine höhere Ketegorie des Einkommens zu gelangen, je mehr Geld man bereits hat. Wenn Sie mittellos sind, ist es für Sie nahezu unmöglich, in den Genuss einer Ausbildung zu gelangen, die es Ihnen erlaubt, auch nur aus der untersten Kategorie herauszugelangen. Wenn Sie dagegen bereits ein Vermögen Ihr Eigen nennen, ist es wesentlich leichter, Handel zu betreiben oder ein Unternehmen zu gründen, als wenn Sie dies allein mit Krediten bewerkstelligen müssten. Je mehr Geld Sie bereits haben, desto leichter wird es, weiteres Geld zu verdienen.
...
Und schließlich kommen wir zur obersten Kategorie des Einkommens, zur optimalen Vervielfältigung Ihrer selst, zur ultimativen Hebelwirkung. Dies ist die Stufe, in der Ihr Geld weiteres Geld verdient. Wir reden vom Kapitalmarkt, vom Bereich der reinen Finanzen. Ein Unternehmen zu besitzen ist einträglich, aber es wird immer schwieriger zu handhaben, je größer es ist, als gäbe es Kräfte, die unbegrenztem Wachstum entgegenwirken. Nicht so bei Geld. Ob Sie eine Million, hundert Millionen oder hundert Milliarden durch die Kanäle eines weltweiten Finanzverbundes strömen lassen, der Aufwand ist derselbe. ... Sie müssen überhaupt nicht mehr arbeiten, Ihr Geld arbeitet für Sie, und es bringt Ihnen jedes Jahr mehr Geld ein, ...

Viel Spaß beim Schmökern!
Error-Susi

Wenn der selbsternannte Demokratiewächter die Demokratie mit Füßen tritt...

16:43, 9.02.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Als ich ein Teenager war und auf die Matura zuging, war einer meiner größten Träume einmal in die USA zu reisen und vielleicht auch dort zu bleiben, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Diesen Traum verfolgte ich etwa sechs bis acht Jahre, ja ich habe sogar in Erwägung gezogen ein Auslandssemester übern großen Teich zu machen, aber irgendwie blieb meine Welt klein und auf den europäischen Kontinent beschränkt. Vielleicht verstehe ich ja deshalb nicht, was da draußen in der Welt vor sich geht.

Die USA wurden durch die Geschichte, weiß Gott, kräftig gebeutelt. Neben dem Unabhängigkeitskampf und dem Bürgerkrieg gibt es weitere, weniger laut von ALLEN Amerikanern besungene Ereignisse in der Geschichte: Sklaverei, beinahe Ausrottung der Ureinwohner, zwei Weltkriege, Koreakrieg, Vietnamkrieg, Kubakrise, Segregation, Irakkriege ...
Trotz all dieser Erfahrungen schwingen sich die USA zum Weltpolizisten auf, der uns allen, vor allem aber den politischen und wirtschaftlichen Gegnern die Grundsätze der Demokratie vermitteln, notfalls auch einbleuen muss.

Nach einem völlig zu Unrecht vom Zaun gebrochenen 2. Irakkrieg gipfelt der Zynismus des Demokratielehrers im Prozess gegen Ehren Watada. Näheres klick hier.

Wir alle wissen längst, dass die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein, wegen denen sich George W. berechtigt fühlte, tausende Menschen in den Tod zu treiben und die übervollen Waffenlager seiner Freunde zu leeren, eine Lüge waren. Und wir können das auch aussprechen.
Der 28jährige Hawaiianer, der 2001 nach dem 11.September in die Armee eintrat um sein Vaterland vor der terroristischen Bedrohung zu schützen, erkannte dies auch. Als Akademiker tat er dann auch, wozu er ausgebildet wurde - er sammelte Fakten, zählte 1 und 1 zusammen, setzte sein Hirnschmalz ein und machte den Fehler seine Meinung auch noch kund zu tun. In einer Demokratie doch kein Problem möchte man meinen, weit gefehlt.
Da er nicht nur den Einsatz im Irak verweigerte, sondern sich auch noch eines Offiziers unwürdig benahm, drohen ihm jetzt 4 Jahre Haft.

Damit die Geschichte auch ein Gesicht hat, hier ein Konterfei:

Ehren Watada

Verbesserungsvorschläge:

  1. Als Nicht-Amerikaner tun wir uns natürlich schwer etwas gegen die Verurteilung eines aufrechten, an Demokratie und Rechtmäßigkeit glaubenden Amerikaners zu tun. Aber wir können die Geschichte erzählen, all jenen, die noch nie von Ehren Watada gehört haben. Also rauf auf die Homepage mit einem Link und einmal kurz die Stammtischplauderei auf Ehren Watada bringen.
  2. Boykott von amerikanischen Produkten, von den Erdnüssen bis zu den Hollywood-Blockbustern, vor allem Kriegsfilme, die die USA verherrlichen.
  3. Amerikaner auf Ehren Watada ansprechen.
  4. Leserbriefe schreiben.
  5. ...
Und den Amis sei gesagt: hätten Eure Vorväter nicht an die Demokratie geglaubt, dann wärt Ihr heute noch Teil des Britischen Empires.

Error-Susi


Windows Vista

14:42, 8.02.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Wieder ist ein neues Windows erhältlich und trotz Problemen mit Druckertreibern und Ressourcenvergeudung bei der heimischen Hardware haben viele von uns dummen Usern nichts besseres zu tun, als sofort eine entsprechende DVD einzulegen und upzudaten.

Was bedeutet das für den heimischen PC:
  1. weniger bekommen, als versprochen wurde (z.B. Fiji-Patch) - aber daran sind wir als erfahrene Microsoft-Junkies seit Win95 ohnehin schon gewöhnt.
  2. Kompatibilitätsprobleme mit alter NT-Infrastruktur (z.B. Probleme in Unternehmensnetzwerken) - aber wer für seine Server MS-Produkte einsetzt, dem ist wohl nicht zu helfen. Oft geht's aber nicht anders, weil die ERP-Anwendungen wieder nur auf MS Betriebssystemen laufen - falsche Schiene belegt.
  3. Probleme, da Vista noch nicht ausgereift - siehe Pkt. 1 (z.B. Anwenderproblem) (schau einfach mal nach, vieviele Einträge Google bei der Kombination "vista" + "problem" ausspuckt, bevor du die DVD einlegst ... ungefähr 61.100.000 - auf dein Problem mehr oder weniger kommt's nun wirklich nicht an )
  4. der Ressourcenhunger von Vista läßt dein gerade noch supertolles Heimsystem schnell mal im wahrsten Sinne des Wortes ALT aussehen.
  5. das Verwenden geklauter Software, geklauter Musik und geklauter Filme wird erschwert - was ja an sich nichts Schlechtes ist, wenn man davon ausgeht, dass Softwarediebstahl etc. genau so ein Vergehen ist, wie wenn man sich im Supermarkt ohne Bezahlung bedient.
Was bedeutet das für Microsoft:
  1. Na, die Herrschaften dort freuen sich natürlich, dass sie mit ein paar Spielereien (die es in anderen Betriebsystemen schon länger gibt) und ein paar zusätzlichen Funktionen, die kein Mensch wirklich braucht, weil andere Programme sie ohnehin schon liefern, wieder mal groß abkassieren. Aber als erfahrene Neoliberale wissen wir ja ohnehin schon: Dort wo viel Geld ist, kommt ständig mehr dazu!
  2. Es bewahrheitet sich wieder mal, dass neue Features vom User eher gefragt sind als die Behebung alter Fehler. Wenn die dummen User endlich mal den Kauf eines neuen Betriebssystems kollektiven verweigern würden, dann wäre MS gezwungen, die 10 Jahre alten Fehler zu beheben, was es aber nicht wird, denn 1000e warten ja schon begierig als Beta-Tester herzuhalten und installieren bereits Pre-Versionen, ganz zu schweigen vom derzeit ausbrechenden Vista-Rush. Alle anderen SW-Hersteller ziehen natürlich gleich und bringen lieber auch neue Produkte, statt alte Fehler zu beheben.
  3. Natürlich brauchen die User auch bald neue Office-Versionen, denn wie sollen sie die Vista Features mit 2003er Software noch nutzen?
Was bedeutet das für die Hardware-Hersteller:
  1. Natürlich neues Geschäft! Schließlich muss dein nun ALT aussehendes Heimsystem wieder flutschen, als ob es der Boardcomputer der Voyager wäre.
Was bedeutet das für die Unbeteiligten, die sich kein Vista und keinen PC leisten können/wollen/müssen: Gar nichts, würde man meinen, ABER:
  1. Die Elektronikschrott-Berge in Asien wachsen noch ein weiters Stück höher in den Himmel, und das ohne Notwendigkeit (z.B. Elektronikschrott in China und Indien, Was passiert mit ElektronikschrottWindows Vista - Müll für die (dritte) Welt)
Zum auf-der-Zunge-zergehen-lassen hier ein Bildchen - dieses Kind dankt dir für den Kauf/die Anwendung von Vista. Ohne dich und deine Mitläufer hätte es keine Chance zu seiner täglichen Dosis von Schwermetallen zu kommen.


Verbesserungsvorschläge:
  1. Natürlich erst mal nicht auf Vista umsteigen und viel Ärger ersparen -allerfrühestens beim 2. Servicepack, wie uns die Vergangenheit lehrt - oder überhaupt nicht.
  2. Beim Kauf eines neuen PCs das "alte" WinXP fordern oder Kauf verweigern.
  3. Prinzipiell alte Systeme aufrüsten, nicht immer muss gleich alles getauscht werden.
  4. Keine Komplettsysteme beim Discounter um die Ecke kaufen, wo immer irgend ein Schwachpunkt drinnen ist und man sich die Software nicht aussuchen kann.
  5. Den Einsatz eines open source Betriebssystems in Erwägung ziehen (z.B. open Suse Linux, kubuntu, Debian, ...)
Na dann,
viel Spaß beim testen von Vista wünscht Euch

Error-Susi


Der gläseren Schüler

13:25, 7.02.2007 .. 2 Kommentare .. Link
Seit ein paar Jahren werden in Österreich Schülerdaten zentral für 60(!) Jahre gespeichert und - was vielfach kritisiert wird - auch mit der Sozialversicherungsnummer verknüpft. Eltern, die diese Speicherung verweigern, werden mit einer Verwaltungsstrafe bedroht.

Was Datenschützer befürchten ist:
1. dass Daten von Firmen gezielt durchsucht werden und schon die ganze schulische Laufbahn eines potentiellen Bewerbers bereits bekannt ist, bevor er noch einen Schritt in die Firma macht.
2. dass Daten von Gemeinden, in die ein neue Bewohner zuziehen will, abgerufen werden.

Was leider anhand der Aufzeichnungen nicht machbar ist, ist die erfolgreichen und die weniger erfolgreichen Lehrer heraus zu finden.

Lustigerweise hat die SPÖ bei der Einführung - damals noch im Opposition - gegen dieses System votiert. Jetzt in der Regierung wird die zuständige Ministerin einen Arbeitskreis einberufen, der die Gesetzeslage klären soll. Was is' nu' mit dem Protest und dem Abschaffen - haben wohl die Seiten gewechselt, die Herrschaften!

Verbesserung:
1. Datenspeicherung ja, aber ohne Verknüpfung zu Schlüsseln, mit denen der Schüler ausfindig gemacht werden kann, so dass statistischen Auswerungen nichts im Wege steht, aber keinem Missbrauch Tür und Tor geöffnet wird.
2. Muss der Speicherzeitraum wirklich so lange sein? Würden 10 bis 20 Jahre nicht auch genügen?

Wie sehen Eure Noten aus, hättet Ihr ein Problem damit, dass ein Dienstgeber Eure schulische Laufbahn verfolgen kann?

Liebe Grüße
Error-Susi

Eiskratzen

16:00, 6.02.2007 .. 1 Kommentare .. Link
In letzter Zeit redet alles vom Klimawandel, also ob das was neues wäre!

Wenn ich frühmorgens - oft mit dem Fahrrad - zur dreieinhalb Kilometer entfernten Arbeitsstätte fahren, dann fahre ich durchschnittlich an etwa 10 Personen vorbei, die ihre Autoscheiben vom Eis befreien.  Je nach dem wann ich unterwegs bin, sehe ich sechs bis acht Leute, die während dem Eiskratzen auch Ihren Motor laufen lassen.

Nun leben wir in einer Stadt, wo Feinstaub ein großes Thema ist und teilweise sogar die Innenstadt gesperrt werden soll. Aber offenbar sind 60-80% der Autofahrer der Meinung, dass sie auf ihr Auto nicht verzichten können bzw. auch um ein Warmlaufen nicht herum kommen.

Weder Polizei noch Stadtverwaltung unternehmen etwas. Der ORF bringt eine ganze Woche Themenschwerpunkt Klimawandel und die Österreicher haben wieder mal nichts kappiert.

Verbesserungsmaßnahme:
1. Aufklärung durch Stadtverwaltung und Polizei
2. Verwarnung durch Stadtverwaltung und Polizei
3. Bestrafung - nicht mit Geld, sondern mit Fahrverbotstagen und Öffentlichmachung der Unverbesserlichen
(habe mir selbst schon überlegt, eine Homepage mit Fotos der Umweltsünder ins Netz zu stellen, da dies aber nur jene trifft, die zufällig auf meinem Weg liegen und zufällig zur selben Zeit wie ich am gleichen Ort sind, ist das wohl eher nicht repräsentativ)

Na, dann denkt mal nach und viel Spaß beim morgentlichen Eiskratzen
Error-Susi

Was nervt ...

15:39, 6.02.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Meiner Einschätzung nach bin ich ein denkender Mensch und mir ist der demokratische Staat, in dem ich angeblich lebe, wichtig. Aber vieles, was mir da so täglich begegnet, gefällt mir gar nicht.

Hier werde ich meine täglichen kleinen und großen "Aufstoßer"-Themen breittreten und versuchen, immer eine Verbesserung vorzuschagen.

Kommentare mit Alternativen sind natürlich erwünscht, genau so wie eigene "Aufstoßer".

Liebe Grüße
Error-Susi

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