HerrSalami.de

Peter und Thomas auf Solopfaden

17:43, 6.10.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Seeed und Die Fantastischen Vier: zwei sehr erfolgreiche deutsche Bands; die einen machen knallenden Reggae-Dancehall, die anderen flotten Sprechgesang. Aber irgendwann wird das auch öde, weswegen die jeweiligen Frontmänner jetzt erstmal Solo unterwegs sind. Peter Fox von den Berlinern Seeed ist dabei zum ersten Mal ohne seine zehn (!) Bandkollegen zu hören, Fanta Vier-Thomas D nahm bereits sein drittes Solo-Projekt auf. Und ich habe mir die aktuellen Langspielplatten mal gekauft und unter die Lupe genommen.
 
Peter FoxEs ist aktuell quasi unmöglich sich ohne das Auftreten von Peter Fox mit Musik zu beschäftigen: im "Musik"fernsehen laufen seine Videos rauf und runter, im Radio werden seine Hits gespielt und auch die großen Zeitschriften widmen ihm mehrseitige Artikel. Was sein Solo-Debut Stadtaffe auszeichnet sind vor allem die dröhnenden Bässe, offensiven Texte und das Orchester, das ihn begleitet. Er singt von Sex ("Der letzte Tag"), Gewalt ("Schwarz zu Blau") und von seinem "Haus am See", leider klingt das aber abwechslungsreicher als es dann letztlich ist. Nur drei, vier Titel sind wirklich stark, der Rest plätschert so dahin. Ist letztlich doch "nur" ein Konzeptalben mit wenigen Tiefen,  ohne dabei in luftige Höhen zu geraten. Aber sogar Kanye West gefällt's - und wirklich viel falschen machen kann man mit einem Kauf auch nicht. Auf jeden Fall gefällt mir der Stadtaffe deutlich besser als das letzte Seeed-Album "Next!".

Peter Fox - Stadtaffe bei Amazon

Thomas DIch mag die Fantastischen Vier ja sehr gerne. Die Songs sind meistens sehr fröhlich und haben gewaltiges Ohrwurm-Potential. Klappt das auch bei Thomas D auf seinem aktuellen Album Kennzeichen D? Ja. Zumindest zum Teil. Denn der Thomas hat so einiges zu sagen, gleich achtzehn Songs hat er aufgenommen. Kann etwas viel werden, aber man muss ja nicht alles auf einmal hören - man kann eigentlich nach 2/3 der CD auf Pause drücken, denn da beginnt langsam die "dunkle Seite" der Platte: vorher war die Grundstimmung positiv, jetzt spricht der D dann auch mal etwas weniger euphorisch und das Lächeln im Gesicht verschwindet. Doch das Album hat eine Botschaft: das Leben ist oftmals nicht gerecht und schön, aber im Gesamten etwas Tolles. Lebensbejahend spricht der D dem Hörer zu, spendet Trost und es gibt sicherlich Schlimmeres. Das Leben ist ja auch nicht immer Honigkuchenpferd und Tralala. Schöne Platte.

Thomas D - Kennzeichen D bei Amazon


{Vorherige Seite} {Seite 120 von 181} {Nächste Seite }

© Johannes Floehr '08-09 | freeblog.in

Home

Startseite
RSS-Feed
Impressum
Wo bin ich hier gelandet?
Archiv

Kategorien

Film, Funk, Print und Co.
Fundgrube
Fußball ist immer noch wichtig
Ichisichisichisich
Musik, Musik, Musik

Letzte Einträge

Die Karavane zieht weiter...
ClickClickDecker und die Piraten
Hurra! Oder doch nicht?
Lalalalala, Ulysses!
Back to Black

Links

BILDblog
Coffee and TV
Fernsehkritik
Niggemeier
Spreeblick
social issues and stuff
Ton und Bewegung
vREAKY REBELLION
Wortvogel
MainPlog
[signoff] from beep
marekmuellev
Ahoi Polloi
off the record
Kleinster Fanclub
WhiteTapes
super nice!
Indiepedia
fern gesehen
Höllenkühlschrank
ui.
49suns
Tomte Blog
das klienicum