HerrSalami.de

"Being cool stops at eleven o'clock!"

12:44, 23.12.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Vor fast einem Monat waren Daniel und ich in der Essener Grugahalle beim "Rockpalast", vielleicht erinnert sich der ein oder andere. Ich gehe mal davon aus, dass kaum einer meiner drei Stammleser die WDR-Aufzeichnung mitten in der Nacht mitverfolgt hat, daher gibt es hier jetzt das abschließende, famose "Why Does It Always Rain On Me?" von den Herrn von Travis in einer Live-Version. Mit Gespringe und sowas. War toll.



Kostenfreier Pop von Billie the Vision & The Dancers

20:32, 21.12.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Billie the Vision & The DancersKostenlose Musik ist für jugendliche Musikfreunde mit geringem Einkommen eine ganz tolle Sache. Meistens gibt es ein, vielleicht auch zu Werbezwecken mal zwei kostenlose Appetithappen von einem neuen Album, bei bekannteren Künstlern gibt es legal meist nur Remixe für lau. Ganz anders ist es bei den Schweden von Billie the Vision & The Dancers. Die sieben Damen und Herren aus Malmö stellen seit ihrer Gründung 2004 ihre Alben nicht nur in die Musikläden dieser Welt, sondern auch zum kostenfreien Download ins Netz - mit Erfolg. Bisher wurden die Songs mehr als eine Million mal heruntergeladen, ich hoffe, durch diesen Blog-Eintrag kommen noch ein paar dazu. Denn wenn ich für diese wunderbar fröhliche, bunte Indie-Pop-Musik schon nichts bezahlen muss, versuche ich meine Freude an duften Songs wie "Summercat" oder "Stuttering Duckling" wenigstens zu publizieren. Freunde vom skandinavischen Akzenten und schwedischen Gestalten wie Moneybrother dürfen müssen zugreifen. Yeah!

Tätärä, der goldene Link in rot:
http://www.billiethevision.com/music.php -> sämtliche Alben kostenlos, chronologisch und melodisch

Kein alter Hut: The Precious Mings in Köln

15:38, 12.12.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
The Precious Mings "Die Mings sind eine sich kontinuierlich entwickelnde Sache, wir touren nie mit der gleichen Band und proben nie, unsere Konzerte bauen also größtenteils auf Panik, was Spaß macht." sagte Boris Ming, eigentlich als Boris Exton (Chikinki) bekannt, in einem Interview mit WhiteTapes. Mit seinem neuen Projekt "The Precious Mings" tingelt der Herr mit dem Hut derzeit durch Deutschland, beim Tourauftakt im Kölner Blue Shell war ich natürlich mit dabei. Kurz vor 21Uhr kamen Daniel (Hallo, Daniel, schöne Grüße! Huhu!) und ich vor dem kleinen "Kult-Club" in Colonge an, vorher wurden aber noch vier alkoholische Mitbringsel in einem nahe gelegenen Busch versteckt. Und dann begann das Warten. Die Bonner von "The Pill" versuchten vergeblich, die Wartezeit der Gäste mit belanglosem 90er-Jahre-Elektro/Pop-Gedudel zu verkürzen, mehr als Höflichkeitsapplaus war da nicht drin. Wenn wir nicht bald das "Fest der Liebe" zelebrieren würden, hätte ich noch ein paar böse Worte über den 25-minütigen Auftritt verloren, aber ich will ja mal nicht so sein. Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt, es gebe keine schlechte Musik, es gebe nur unterschiedliche Musikgeschmäcker. Nun ja, kommen wir mal zum Höhepunkt des Abends, der sogar einen eigenen Absatz bekommt. Aufgepasst:

Blue Shell (Köln)Pünktlich um 22Uhr stieg Boris mit samt Drummer und Bassist auf die kleine Kölner Bühne und eröffnete mit "Quack House" aus dem Album "Everytime I Sell A Record A Kitten Dies". Achso, stimmt, ich müsste da vielleicht noch etwas beichten. Denn wenn der Albumname der Wahrheit entspricht, ist gestern um kurz vor zehn Uhr eine Katze gestorben. Tut mir leid. Aber weiter im Text: Haupt-Ming Boris, der vor dem Auftritt noch kurz Zeit für ein gemeinsames Foto gefunden hatte (nein, ich lade es hier nich hoch, ihr Voyeure!) und sich einen Cocktail genehmigte, war auf der Bühne erwartet wirr und hatte sichtlich Freude an seinem Keyboard. Weniger Spaß brachte ihm die Drum-Machine ("This is Drum-Ming! Welcome him!"), denn die machte ein paar Faxen und leistete erst nach einiger Überzeugungskraft von Papa Ming die gewünschte Arbeit. Über "1 Track Mind" bis hin zum Publikumsfavoriten "Why Fish R gr8" war der bunt-poppige Indie-Elektro-Rock-Mix gepaart mit Boris' humorvollen Ansagen beste Unterhaltung an diesem kalten Donnerstag-Abend. Leider hatten sich optimistisch geschätzt maximal fünfzig Leute im "Blue Shell" eingefunden, glücklicherweise tat das der Spielfreude der drei Briten keinen Abbruch. Und kurz nachdem die Zugabe "A Girl Like You" von Edwyn Collins den letzten Applaus des Abends erntete, machten wir uns auch schon auf Rückweg, durften wir doch unsere letzte Bahn nach Krefeld nicht verpassen.

Gern hätten wir noch mit Boris ein alkoholisches Getränk zu uns genommen, aber vielleicht holen wir das später mal nach, wenn wir erwachsen geworden sind. Apropos alkoholische Getränke: im eingangs erwähnten Gebüsch ließ sich komischerweise nur noch eine einzige Flasche Pils entdecken, die anderen drei Flaschen hatte wohl jemand gestohlen. So ein Ärgernis! Und das so kurz vor Weihnachten!

Es ist mal wieder Zeit für gute Musik [9]

12:10, 6.12.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 1 Kommentare | Link
[Weihnachtsmann]Hohohohoho![/Weihnachtsmann] Auch wenn heute erst der sechste Dezember ist, der kleine Freund vom Weihnachtsmann ist gekommen um euch mit guter Musik zu beschenken! Also dankt artig dem Nikolaus für seine Gaben. Er bringt den Lesern und vor allem den Leserinnen von diesem wunderbaren Blog-Erzeugnis heute "The Good Old Days" von The Lodger mit. Ist das jetzt noch Indiepop oder ist das schon Indierock, was die Jungs aus dem englischen Leeds da machen? Egal, auf jeden Fall ist der Song ein heißer Anwärter auf den beliebten Titel "Song des Jahres". Vor allem wegen der unglaublich geilen Bassline. Und dann auch noch dieses tolle Video. Aber hört und seht selbst.



(Psst! Hier gibt es den Song kostenlos und legal zum Download! Hurra!)

Die sentimentale Bang-Gang aus Island

18:36, 2.12.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Bang GangPreisfrage ohne Preis: Woran denkt der geneigte Schelm, wenn er Bang Gang hört oder liest? Was? An Geschlechtsverkehr mit mehreren Menschen gleichzeitig? Ihr Perversen, ihr! Schweinkram gibt es auch auf HerrSalami.de erst nach 23Uhr, daher beschäftigt sich dieser Bericht mit der isländischen Kombo rund um Barði Jóhannsson. Da der Bandname dazu führt, dass Google hauptsächlich nackte Körper auf meinen Bildschirm zaubert, konnte ich erst nach stundenlanger Recherche folgende Informationsfetzen erörtern: ihr 2003er-Album "Something Wrong", zu welchem es drei kostenlose mp3s im ersten Link unter diesem Beitrag zu finden gibt, ist zum Beispiel gar nicht bei uns erschienen. Im Gegensatz zum aktuellen Langspieler "Ghosts from the Past", über den  ich aber leider nicht mehr sagen kann, als dass ich nun weiß, dass es existiert. Vor diesen beiden Alben erschien bereits 1998 "You", das laut der englischen Wiki der Band in "So Alone?" sogar so etwas wie einen Hit enthält. Mein Gedächtnis konnte mir hier nicht weiterhelfen, aber ich glaube das jetzt einfach mal.

Und komme zum Musikalischen: Bang Gang machen Musik, die klingt, als hätte man Sigur Rós (auch Isländer!) ein paar Synthesizer geschenkt und ihnen gesagt, sie sollen doch bitte mal was Schnelleres spielen und dennoch sentimental bleiben. Gepaart mit einer weiblichen Stimme, Esther Talia Casey, die die Band, die ständig in wechselnder Besetzung auftritt, aber wohl wieder verlassen hat. Sodass der eingangs bereits erwähnte Jóhannsson (er singt ebenfalls auf einen Stücken) die einzige Konstante in Bang Gang ist. Dass man sich beim Hören einiger Stücke oft an die Norwegen Röyksopp, dann aber wieder an epische Filmmusik erinnert fühlt, zeigt aber auch, wie vielschichtig diese Truppe ist. Aber so ein Gang-Bang kann ja auch vielschichtig sein, hahahaha, Mörderwitz, Entschuldigung. Da es Bang Gang aber nicht verdient haben, auf ihren Bandnamen reduziert zu werden, hier zwei Links für Interessierte. Gut zu wissen, dass es auf Island eben doch nicht nur Schafe gibt.

-> Bang Gang bei LastFM
[inklusive drei mp3s von "Something Wrong" (2003)]
-> >Offizielle Homepage [inklusive vieler Hörbeispiele in voller Länge]

Modern Life isn't Rubbish

18:38, 26.11.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Bis vor wenigen Minuten war ich der festen Überzeugung, dass dieser dickbäuchige Geschenkelieferant nur eine Erfindung von Coca-Cola sei. Ich kann alle Kinder dieser Welt beruhigen: dies ist nicht so. Denn als ich gestern meinen symbolischen Wunschzettel auf die Rückseite meiner letzten Latein-Klausur ("ungenügend", hm.) gekritzelt habe, durfte ein Wunsch nicht fehlen. "Ich möchte unbedingt eine Reunion von Blur, bitte bitte bitte bitte bitte bitte!". Überraschend schnell (fixer als Amazon!) arbeitet diese angebliche "Erfindung", Respekt:
Damon Albarn: 'Blur are reforming for rehearsals'
Damon Albarn has confirmed that Blur will be reuniting next year. The singer revealed his old band, including guitarist Graham Coxon, will be working together. Albarn made the comments just before a special one-off performance of his opera 'Monkey: Journey To The West' at the BBC Radio Theatre in London this afternoon (November 25).
Quelle: NME.com
(Die nächste Zeile dieses Eintrages enthält einen Jubelschrei. Ich bitte, dies zu berücksichtigen)
JAAAAAAAAAAHUUUAUHAHJJJAAAHUHUAHUAUAUAUUGEEEEILAJAAAJAAAAAAAAAWUUUHUUUU!
Okay, hüstel, kurz eine nüchterne Zusammenfassung des Textes mit den vielen Anglizismen: Die superkuhle Britpop-Band "Blur" um Damon Albarn kehrt nächstes Jahr ins Studio zurück und wird dort musizieren. Ach ja, neuer Wunsch, nicht vergessen: das neue Album sollte bitte nicht so scheiße sein wie "Think Tank" (2003). Und Weltfrieden hätte ich auch noch gern, wenn es geht. Danke Weihnachtsmann! Muss auch nicht direkt morgen sein.

Rockpalast: für lau, aber nicht umsonst

13:44, 23.11.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 1 Kommentare | Link
Freitag Mittag erreichte mich eine E-Mail von ARD, ich hätte zwei Karten für den Rockpalast in Essen gewonnen. Hurra! Ein paar Tage zuvor hatte ich spaßeshalber bei einem Gewinnspiel auf ARD.de mal mitgemacht und zackbumm, hab auch gewonnen. Also, schnell den Daniel informiert (Hallo Daniel! [er liest hier mit]) und Hin- und Rückfahrt organisiert und fertig. War zwar etwas umständlich dadurch, dass ich zuvor noch Bundesliga-Fußball in Bochum schauen war, aber hat ja auch alles geklappt. Und hier in chronologischer Reihenfolge (Bilder vom Konzerttagebuch) mein Konzertbericht.

Glasvegas Als wir kurz nach 18:00Uhr die Grugahalle betreten hatten, war die erste Band des Abends schon fertig: tut mir leid, liebe Bandmitglieder von The Racals. Wir kamen gerade an, als die schottischen Glasvegas ihren Soundcheck vornahmen. Was besonders bei der Alternative-Truppe auffiel: der Drummer war eine Frau. Okay, kommt vor, aber es kam uns so vor, als hätte man sie vorher aus dem Publikum auf die Bühne gezerrt und gesagt "komm, mach!", so unbeholfen und steif trommelte sie herum. Verspielt hat sie sich nicht, aber bei den zwei rockenden Kollegen an Bass und Gitarre wirkt sie doch wie ein Fremdkörper. Ach ja, gesungen wurde ja auch: der Frontmann hat eine sehr kräftige Stimme, hat mir auch gut gefallen. Übrigens waren auch ein paar Hardcore-Fans (man könnte fast sagen "Glasveganer", hahaha!) nach Essen gereist, sie wurden mit guter Musik und einem kleinen Plausch auf extremen schottischen Englisch-Dialekt mit dem Frontmann von Glasvegas für die weite Anreise belohnt.

Fleet Foxes Nach dem Auftritt der Schotten betraten nach einer Pause die Fleet Foxes auf die Bühne getrabt. Das Quintett aus Seatlle hat richtig Spaß gehabt und auch gemacht, so muss es sein. Der in den Musikheftchen und -blogs hochgelobte Indie-Folk-Pop wurde gut inszeniert, aber vor allem die kultigen Ansagen vom "bärtigen" Frontmann Robin Pecknold werden in Erinnerung bleiben: der Herr war zwischen den Songs immer zu Scherzen aufgelegt und selbst als jemand aus dem Publikum "Arschloch!" auf die Bühne gerufen hatte, blieb man auf der Bühne gelassen und nahm es mit Humor: "I cannot Google-Translate this so fast!". Der nächste Titel wurde dann noch mit "now another monster hit" angekündigt, grandios! Kann man arrogant, aber auch sehr unterhaltsam nennen. Ich nenne es unterhaltsam. Da wurde dann auch der Ersteindruck von Daniel widerlegt, der nach zwei, drei Songs feststellte: "Das ist ja ganz toll und so, aber da sind mir zu viele 'Oooooohs', 'Aaaaahs' und 'Uuuuuh's! Keine Guckmusik!". Guckmusik? Ja, Guckmusik. Also wenn auf der Bühne viel passiert. Soll er euch irgendwann selbst erklären.

Und nachdem die ersten beiden musikalischen Auftritte so gut gefallen haben, hier mal ein paar kritische Worte: teuer, langweilig, buuuuh! Aber der Reihe nach: für 0,25l Pils wollte man doch tatsächlich 2,50€ haben, puh. Ziemlich teuer, aber wohl auf Konzerten üblich. Leider war man bei sechs Stunden Aufenthalt in der Halle auf das teure Essen und Trinken angewiesen, aber ich will ja nicht meckern. Tu ich aber trotzdem. Und zwar über Donavan Frankenreiter. Kennt ihr nicht? Doch, jede Wette. Der Herr, der mit "surft gern, sieht aber nicht so aus" angekündigt worden ist, läuft hier im Radio ungefähr zweimal in der Stunde. Alle Songs des Singer-Songwriters aus Seattle klingen gleich, gähn, und werden durch ewige Instrumental-Parts ewig in die Länge gezogen. Immerhin hat Pärchen mit Cowboy-Hüten alle Lieder durchgetanzt. Als dann der Smash-Super-Kracher "It Don't Matter" mit geschätzten zehn Refrains bis ins Unendliche geschmettert wurde, gähnten Daniel und ich. Wir saßen sogar, nur Herrn Frankenreiter sollten wir an diesem Abend sitzend, äh, ertragen. Glücklicherweise war er dann irgendwann wieder weg. Ist nicht meine (unsere) Musik.

Ben Folds Kurz vor 22:00Uhr sprang dann ein Herr auf die Bühne, von dem ich vorher noch nie etwas Musikalisches vernommen hatte, aber wusste, dass Lukas ihn ganz toll findet. Sein Name: Ben Folds. Der nette Herr trägt ein Shirt und eine hautenge Hose, was sich vor allem dann sichtbar macht, wenn er breitbeinig (!) auf seinem Piano musiziert. An dieser Stelle ein netter Gruß an Bens Gesäß.Für den Arsch ist seine Musik dennoch nicht, denn Ben Folds macht gemeinsam mit seinen Musikanten ziemlich laute Musik, meine Oma würde "Krach" dazu sagen. Er hämmert gekonnt und singend auf seinem Piano herum, der Schlagzeuger trommelt und die Bässe krachen nur so aus den Boxen. Und weil er kaum Ansagen oder Pausen macht, rauscht der Ben Folds-Zug nur so an einem vorbei. Hätte er nicht gegen Ende an seinem Piano herumgespielt und elektronische Klänge aus dem Instrument herausgezaubert (ihr müsst mit dieser reinen Information leben, keine Ahnung was er da genau gemacht hat), man käme sich vor wie in der Londoner U-Bahn, so schnell und laut war die Musik. Ich weiß nicht genau, ob mir das gefallen hat. Bis ich mir meine Meinung gebildet habe also hier zum letzten Act:

Travis Travis. Die Britpopper sind wohl noch die Truppe, die man am ehesten vorher gekannt hat. Zwar hatte ich von jedem Act des Abends irgendwann mal irgendwo was gehört oder gelesen, aber von Travis stehen sogar CDs im Regal. Dementsprechend hatte ich mich auf den Hauptact des langen Festival-Abends auch sehr gefreut. Aber was die Schotten (schon wieder!) gestern gezeigt haben, einfach nur ganz groß. Ich wusste gar nicht, wie geil die live sind. Ganz routiniert wird das Publikum von Frontmann Fran Healy nur so von Schleimereien und Komplimenten beworfen, mal läuft er in die tobende Menge und lässt sich feiern, aber immer wird mitgesungen. Die ganzen Hits von "Closer" über "Re-Offender"  bis "Sing", alles war dabei. Glücklicherweise eher weniger vom aktuellen Album "Ode To J. Smith", das mir gar nicht gefallen hatte. Aber: sogar die schlechten Songs vom Langspieler klingen live sehr gut. Wie machen die das? Und als das Konzert schon zu Ende schien, kamen die Jungs nochmals auf die Bühne und gaben akustisch "Flowers in the Window" zum besten (hier anschauen!). Ganz ohne Strom, nur mit Gitarre, Rassel und Gesang. Sehr geil. Danach noch ein gesprungenes "Why Does It Always Rain On Me?" zum Abschluss. Mir fallen keine positiven Superlative mehr ein, denkt euch selbst welche aus. Danke Travis!

Und danke ARD für den schönen Abend für lau. War aber ganz sicher nicht umsonst, schließlich haben wir eine sehr gute (Travis), zwei gute (Glasvegas, Fleet Foxes) Bands, einen außergewöhnlich langweiligen (Donavan Frankenreiter) und einen außergewöhnlich Ungewöhnlichen (Ben Folds) gesehen. Gern wieder.

(WhiteTapes.de und CoffeandTV.de waren auch da, dort gibt es zwar noch keine Berichte, während ich diese Zeilen hier verfasse, die folgen aber sicher im Laufe des Tages)

TV-Tipp:
"50 Jahre Grugahalle" im WDR Fernsehen:
06. auf 07.12.2008
00.25 - 03.25 Uhr
(Sonntag auf Montag)
ROCKPALAST FESTIVAL
mit TRAVIS
DONAVON FRANKENREITER
GLASVEGAS
THE RASCALS
07. auf 08.12.2008
00.45 - 02.45 Uhr
(Sonntag auf Montag)
ROCKPALAST FESTIVAL
mit BEN FOLDS
FLEET FOXES


Es ist mal wieder Zeit für gute Musik [8]

15:24, 12.11.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Ich habe gerade weder Zeit mich über den neuen Trainer des KFC Uerdingen zu freuen, noch um Ihnen "Entroubled" vom Sideproject "Roses Kings Castles" des Babyshambles-Drummers Adam Ficek in Textform vorzustellen. Deswegen hier einfach mal stellvertretend das Video zum besagten Song. Zwar nicht sein bestes musikalisches Erzeugnis, aber dafür erste Single-Auskopplung und dementsprechend einziges Lied mit Video. Sein Album bitte unbedingt kaufen bzw. bestellen, ich habe es schon und auch deswegen keine Zeit mich über den neuen Trainer des KFC Uerdingen zu freuen. Genug Text, jetzt Musik:



Bruderliebe.

22:36, 4.11.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Wenn ich Interesse an neuer Musik habe, gibt es mehrere Anlaufstellen: Tonspion, LastFM, um nur zwei zu nennen. Meine neue Lieblingsseite ist aber Daytrotter.com. In regelmäßiger Unregelmäßigkeit werden dort kostenlose Live-Mp3 von verschiedensten Künstlern hochgeladen, aufgenommen im altehrwürdigen Futureappletree Studio 1. Zu finden sind dort auch vier Songs von The Felice Brothers.

http://rcrdlbl.com/ Im Jahre 2006 in New York gegründet, spielt die fünfköpfige Combo grandiosen Folk-Country, garniert mit großen Worten, präsentiert mit viel Abwechslung. Piano, Akkordeon, Bass, Gitarre, Trompete und viele weitere Instrumente kommen zum Einsatz, allerdings ohne den Hörer durch übertriebene Inszenierung zu überfordern. Es ist beinahe unmöglich, einen Text zu finden, in dem die Amerikaner nicht mit dem frühen Bob Dylan verglichen werden - womit dieser Vergleich auch hier Erwähnung findet. Passt ja auch einfach sehr gut.  Auch wenn die Mundharmonika zu den Instrumenten gehört, die von den Jungs ausnahmsweise nicht verwendet wird. Doch die markante, leicht verruchte Stimme des Frontmanns Ian Felice, gepaart mit diesem dunklem Flair einer Kneipenband, das ist Folk wie ich ihn liebe. Ich kann mir die Band schlecht auf einer großen Bühne vorstellen, eher stelle ich mir einen Kneipenabend vor, in dem die Felice Brothers an ihren Instrumenten sitzen, musizieren und ihre Songs über Liebe, Alkoholsucht und Gewalt zum Besten geben. Sollte jemand den Film "Jazzclub" von Helge Schneider gesehen haben: exakt so stelle ich mir das vor. Nur ohne Jazz. Und mit mehr Erfolg: der breiteren Masse wurde man dadurch bekannt, dass man den ebenfalls tollen Bright Eyes in den USA als Vorgruppe diente - und gemeinsam Tom Petty coverte.

Besonders empfehlen kann ihr aktuelles Album, das genauso heißt wie die Band selbst. Eine sehr sehr sehr sehr schöne Sache ist es, dass man eben diese wunderschöne Musik derzeit kostenlos bei LastFM herunterladen kann. Und bis die spannende Phase der US-Präsidentenwahl in etwa anderthalb Stunden beginnt (und ich drüben beim Lukas ein bisschen Live-Blogging betreiben werde), kann man ruhig noch ein bisschen den Felice Brothers beim Musizieren zuhören. Außerdem muss man eine Band, die von sich selbst sagt "We don't care if we suck" einfach mögen.

Zum Weiterlesen und -hören:
Offizielle Homepage der Band
Kostenlose mp3s bei der "Daytrotter Session"
Kostenlose mp3s bei LastFM (inkl. gesamtem Album!)

Es ist mal wieder Zeit für gute Musik [7]

15:35, 31.10.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Ich mag keinen Kaffee. Warum schreibe ich das in einen musikalischen Blog-Eintrag? Weil auch ich morgens früh raus muss und meistens ziemlich müde bin. Was also tun? Ich höre auf dem Schulweg meistens Musik. Mein Schulweg ist ziemlich kurz und oftmals reicht es wenn ich ein Lied höre, dann bin ich schon am Schulgelände. Lange Rede, kurzer Sinn: mein aktuelles Lieblingslied zum wach werden ist "Like It Or Leave It" von Chikinki, einer Gruppe, die ich nur kenne, weil mir ein Sideproject eines Bandmitgliedes so gut gefällt. Für Kenner: The Precious Mings. Jetzt aber erst mal der tolle Song, den es hier kostenlos und legal als Mp3 gibt.



{Vorherige Seite} {Seite 2 von 4} {Nächste Seite }

© Johannes Floehr '08-09 | freeblog.in

Home

Startseite
RSS-Feed
Impressum
Wo bin ich hier gelandet?
Archiv

Kategorien

Film, Funk, Print und Co.
Fundgrube
Fußball ist immer noch wichtig
Ichisichisichisich
Musik, Musik, Musik

Letzte Einträge

Die Karavane zieht weiter...
ClickClickDecker und die Piraten
Hurra! Oder doch nicht?
Lalalalala, Ulysses!
Back to Black

Links

BILDblog
Coffee and TV
Fernsehkritik
Niggemeier
Spreeblick
social issues and stuff
Ton und Bewegung
vREAKY REBELLION
Wortvogel
MainPlog
[signoff] from beep
marekmuellev
Ahoi Polloi
off the record
Kleinster Fanclub
WhiteTapes
super nice!
Indiepedia
fern gesehen
Höllenkühlschrank
ui.
49suns
Tomte Blog
das klienicum